Hattrick in vier Minuten und Kampfansage: Sharri II will hoch - trotz neun Zählern Rückstand

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Es waren vier Minuten des Glücks, die ein Spieler von KF Sharri II am vergangenen Sonntag erlebte. Sein Team soll er nach oben führen - dabei ist die Situation in der Tabelle schwierig.

von Dennis Winterhagen

Dortmund

, 10.03.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schiedsrichter Benjamin Ben Jeddou hatte am Wochenende viel zu tun. Denn beim Spiel zwischen dem KF Sharri II und dem FC Brünninghausen III war höchste Konzentration gefragt, um alle Tore auf dem Spielberichtsbogen eintragen zu können. Mit 9:3 (5:1) gewann die Sharri-Reserve in der Kreisliga C5 gegen den FCB.

Schuld daran hatte auch Cendrim Osmanaj. Binnen vier Minuten erzielte der Angreifer einen Hattrick.

„In vier Minuten ist mir das noch nie gelungen“

„Er ist ein fester Bestandteil unseres Teams“, sagt Cheftrainer Valbon Asani über seinen Torjäger und meint: „Mit seiner Schnelligkeit und Torgefahr hilft er uns enorm.“ Dabei kommt er aus dem Lob für den Stürmer, der seitdem er für Sharri aufläuft bereits 16 Treffer in zehn Spielen erzielte, gar nicht mehr heraus.

Osmanaj selbst, für den ein Dreierpack eher eine Seltenheit darstellt, rudert etwas zurück. „Am Wichtigsten sind die drei Punkte. Ich versuche immer der Mannschaft zu helfen – auch mit Vorlagen“, sagt er und weiter: „Drei Tore erziele ich nicht so häufig, in vier Minuten ist mir das noch nie gelungen.“

Sharri hat die Aufstiegshoffnungen noch nicht begraben

Asani, der sich sicher ist, dass seine Mannschaft Tabellenerster wäre, hätte er seinen jetzigen Kader bereits zu Saisonbeginn zur Verfügung gehabt, hat weiter Ambitionen nach oben.

„Wir wollen den Rest der Saison auf jeden Fall ungeschlagen bleiben, am besten alle Spiele gewinnen. Und hoffen natürlich auf einen Ausrutscher von TuS Neuasseln II (derzeit 47 Punkte, Anm. d. Red.) und RW Barop IV (aktuell 46 Punkte und ein Spiel weniger)“. Dann könnte Sharri, das aktuell 37 Punkte geholt hat, nämlich noch einmal im Aufstiegsrennen mitmischen, auch, weil die Mannschaft von Asani noch die direkten Duelle mit dem Spitzenduo vor sich hat.

Spätestens nächstes Jahr soll dann der Aufstieg gelingen. Ob Osmanaj den Weg in die höhere Liga mitgehen würde, lässt er offen. „Ich bin ja schon am Anfang der Saison von der ersten in die zweite gegangen, um ein bisschen sonntags zu kicken“, meint er und erklärt, dass er drei verschiedene Schichtdienste habe und daher schauen müsse, „was die Zukunft bringt“.

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