Kirchhörder SC gegen Türkspor: Ein Team möchte drei Punkte zur Hochzeitsfeier mitnehmen

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Zum Start der Saison kommt es gleich zu einem Derby zweier hoch gehandelter Teams. Topfavorit Türkspor Dortmund tritt am Sonntag (16 Uhr) beim letztjährigen Tabellendritten Kirchhörder SC an.

Dortmund

, 06.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Corona ist ein bestimmendes Thema vor dem Duell zwischen dem Kirchhörder SC und Türkspor Dortmund. Der Aufsteiger Türkspor muss gleich auf drei infizierte Spieler verzichten. „Wir haben unseren Kader aber so breit aufgestellt, dass wir immer auf Ausfälle reagieren können“, sagt der Türkspor-Trainer Reza Hassani.

Sein Klub hätte die Partie aufgrund der drei Infizierten und der neuen Regeln des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes absagen können. „Das war keine Option. Alle sind heiß auf den Start. Deshalb wollen wir unbedingt spielen“, sagt Hassani.

Wie sehr die Corona-Pandemie auch weiterhin den Fußball beeinflusst, zeigt die Spielvorbereitung. Bei beiden Klubs werden die Spieler schon umgezogen zum Platz kommen. Die letzten Ansprachen finden an der freien Luft statt. Grund ist, dass in die Kabinen nur maximal zehn Spieler dürfen.

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„Solch eine Vorbereitung nervt natürlich. Aber es gibt keine Alternative. Wir stehen alle in der Pflicht, uns an die Schutzverordnungen zu halten. Und dieser Pflicht wollen wir auch gerecht werden“, sagt Kirchhördes Trainer Sascha Rammel.

Türkspor ist der klare Favorit

Er sieht den Aufsteiger Türkspor in dieser Partie als klaren Favoriten. „Da müssen wir auch nicht drum herumreden. Das ist eine Truppe mit Spielern, die allesamt schon höherklassig gespielt haben“, sagt Rammel. Erst im Sommer hat Türkspor unter anderem die fünf Oberliga-Akteure Marcel Reichwein, Kerim Acil, Aldin Kljajic (alle Holzwickeder SC), Nino Saka (Kaan-Marienborn) und Maurice Temme (Westfalia Herne) verpflichtet.

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Der Klub geht mit seiner Rolle auch ganz offensiv um. „Unsere Philosophie sieht so aus, dass wir uns für so stark halten, dass wir jede Woche unser Spiel gewinnen wollen. Das ist doch ganz klar“, sagt Hassani.

Er hofft, dass es bei der Begegnung nicht zu einem Familienkonflikt kommt, denn Hassanis Sohn spielt in der U9 des Kirchhörder SC. „Deshalb weiß ich auch, dass wir auf einen frisch gelegten Kunstrasen spielen. Ich hoffe, das wird am Sonntag ein Fußballfest“, sagt Hassani.

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Sascha Rammel kann den Zuschauern aber kein Offensivspektakel versprechen. „Unser Fokus liegt erstmal darauf, in der Defensive stabil zu stehen. Wir haben eine ganz junge und unerfahrene Mannschaft. Wir wollen nicht gleich zu Beginn des Spiels ein Negativerlebnis haben“ sagt Rammel, der nur auf den Rot-gesperrten David Dapes verzichten muss.

Ausfälle werden nicht genannt

Türkspor nennt seine Ausfälle nicht, weil ansonsten spekuliert werden könnte, wer von diesen Akteuren aufgrund der Corona-Infektion nicht dabei ist. Die Privatsphäre soll gewahrt bleiben.

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Hassani hält sehr viel vom Kader des Kirchhörder SC. „Das ist eine super Truppe. Die haben da Topspieler wie Simon Rudnik oder Mustafa Yüksel. Wenn wir nicht 100 Prozent abrufen, wird es sehr schwer für uns“, sagt der Türkspor-Coach.

Und er möchte nicht nur die drei Punkte für einen guten Start. Er möchte sie auch als Geschenk. Denn am Sonntag findet die Hochzeitsfeier des Türkspor-Spielers Alihan Kurgan statt. Im Anschluss an die Partie fährt die Mannschaft zur Feier. „Da ist es doch klar, dass wir die drei Punkte als Geschenk mitbringen wollen“, so Hassani.

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