Kirchhördes Simon Rudnik im Interview: „Wir überholen Obercastrop nicht nur...“

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Simon Rudnik blieb eiskalt, verwandelte den Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Wanne 11 und tütete den sechsten Saisonsieg ein. Tabellenführer ist der Kirchhörder SC trotzdem nicht. Noch nicht.

Dortmund

, 08.10.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Simon Rudnik (28) im Überschwang der Gefühle. Auf die große Coolheit während des entscheidenden Elfmeters gegen den SV Wanne folgte die Jubelexplosion. Der Kirchhörder SC ist dank des späten 1:0 gegen einen Verfolger auf Kurs und tritt jetzt am Sonntag beim Spitzenreiter Wacker Obercastrop an. Im Gespräch mit Alexander Nähle erklärt der Königstransfer der Kirchhörder, warum es in der Landesliga so gut läuft.

Nochmal mit etwas Abstand: Wie war es, als alle Augen auf Sie blickten, den Elfmeter zu verwandeln?

Ein cooles Gefühl. Als ich zum Punkt ging, hatte ich mir kurz im Kopf vorgestellt, was wäre, wenn ich verschieße. Das habe ich aber schnell zur Seite gedrängt und mir das Bild gemacht, wie der Ball reingeht und wie wir feiern. Das hat funktioniert.

Und damit sind Sie Ihrem kommenden Gegner Wacker Obercastrop ganz eng auf den Fersen… Was wird das am Sonntag für ein Spiel?

Wir hätten uns wegen der vielen vergebenen Chancen vielleicht geärgert, nicht mit dem Gefühl des Sieges dahin zu fahren. Jetzt haben wir eine tolle Situation. Das wird bestimmt sehr knapp. Da wir aber noch ein Spiel mehr zu absolvieren haben, überholen wir Obercastrop im Falle des Sieges nicht nur, sondern verschaffen uns eine gute Ausgangsposition für die Zeit danach.

Macht es mehr Spaß, in der Landesliga um die Spitze zu spielen als in der Oberliga im Mittelfeld?

Das möchte ich bejahen. Mit dieser Rolle leben wir richtig gut. In der Oberliga mussten wir Woche für Woche dafür arbeiten, in die ambitionierten Ränge zu kommen. Und wenn das nicht funktioniert, ist dann die Spannung etwas raus. Hier sind wir mittendrin. Das macht Spaß. Und was mich angeht: Wenn ich Vertrauen spüre, ist es dann auch egal, ob es die Landesliga oder die Oberliga ist. Ja, ich bin ein Spieler, der wirklich Vertrauen benötigt.

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Und das spüren Sie offenbar…

Ja, ich habe als Zehner oder auch als Achter in unserem System viele Freiheiten. Der Trainer Sascha Rammel gibt mir volle Unterstützung. Mir geht es einfach richtig gut in Kirchhörde.

Den Wechsel haben Sie also nie bereut?

Nein, schon während des Hecker-Cups, den wir ja gewonnen haben, habe ich gespürt, dass die Mischung stimmt. Wir haben seitdem eine sehr gute Stimmung. Und da ich ein Freund davon bin, die Euphorie auszuleben, darf es auch gerne so selbstbewusst weitergehen. Ich bin nach meiner Zeit in Ennepetal froh, nach Dortmund zurückgekehrt zu sein, und dann noch so.

Also, immer weitermachen…

Genau, ich kenne in der Mannschaft keinen, der sagt, wir lassen uns jetzt gehen.

Zum Abschluss die Frage: Wie fühlen Sie sich heute?

Sehr, sehr gut. Ich spüre doch, dass ich solch ein Erfolgserlebnis mit in die Woche nehme. Alles bestens!

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