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Klischan beendet Einzel-EM als bester Deutscher

Golf

Sein Debüt bei den Einzel-Europameisterschaften der Golfer mit Handicap in Tschechien bezeichnete Timo Klischan vom Royal Saint Barbara’s Golf Club als „sehr ereignisreich“, und damit hatte der Dortmunder tatsächlich nicht untertrieben.

DORTMUND

, 24.06.2016 / Lesedauer: 3 min
Klischan beendet Einzel-EM als bester Deutscher

„Ohne Mampf kein Kampf“: Timo Klischan im Nationaltrikot bei einer seiner EM-Runden.

Am Ende stand ein zehnter Platz unter 80 Teilnehmern aus allen Winkeln des Kontinents und die Erkenntnis: „Angesichts der technischen Probleme bei meinen Annäherungen und dem schwierigen Platz bin ich eigentlich zufrieden, das passt schon.“

Clemens belegt Rang 60

Klischan, der seit Geburt unter einer „Erb´schen Lähmung“ (gelähmter Arm) leidet, war nach seinen drei Turnierrunden im Barbora Golf Resort in Tschechien der Bestplatzierte unter den sieben deutschen EM-Startern, sein Klubkamerad Michael Clemens, der aus Fröndenberg nach Brackel gewechselt ist, belegte Rang 60.

Der Auftakt ins Turnier war holprig, drei Tage fielen sämtliche Proberunden wegen Starkregens komplett aus, und auch die dann ausgetragene Testrunde war von ergiebigen Schauern begleitet. Klischan, der seinen Royal-Coach Duncan Hannak als Caddy an der Tasche hatte, startete am ersten Turniertag am ersten Tee gleich mit einem Abschlag ins Aus, es folgten drei Doppelbogeys in Serie, „da konnte ich mir größere Ambitionen fast abschminken, ich war ziemlich bedient“, berichtete der 33-Jährige, der den Starttag mit zehn Schlägen über Par beendete.

Am Schlusstag mit Putt-Problemen

Am zweiten EM-Tag lief es wesentlich besser, mit vier Schlägen über Par keimten bei ihm und seinem, Coach sogar Hoffnungen auf einen Platz in den Top Fünf, aber am Schlusstag wollten die Putts auf den von den Vorgruppen zertrampelten Grüns nicht fallen.

„Es wäre mehr drin gewesen. Aber Timo hat gezeigt, da ist noch Luft nach oben“, analysierte Trainer Hannak, und Klischan meinte: „Ich hatte Angst schlechte Schläge zu produzieren. Deswegen war alles zu kontrolliert und verhalten.“ Dennoch war „Dortmunds Sportler des Jahres 2014“ bester Deutscher in Tschechien.

Traum von den Paralympics 2020

Im August wartet nun die Deutsche Meisterschaft auf den zweifachen nationalen Titelträger, und irgendwann, vielleicht schon bei den Paralympics 2020, könnte Golf auch für die Handicapsportler Realität werden, „das wäre natürlich der Knaller, wenn ich dabei sein könnte“. Doch das ist Zukunftsmusik, seine Gegenwart hat ihn gerade von Dortmund nach Luckenwalde als Geschäftsführer des dortigen Kreissportbundes geführt, zum Saisonende verlässt er seinen Stammverein St. Barbara‘s.

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