Kommentar zur Zwischenrunde: Es ergibt keinen Sinn, sich am Schiri abzuarbeiten

rn35. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Die Leistungen der Schiedsrichter bei der 35. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ist umstritten. Doch mit Respektlosigkeiten ist niemandem geholfen. Thomas Schulzke kommentiert.

Dortmund

, 06.01.2019, 19:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zwischenrunde hatte viele Gewinner. Die beiden A-Ligisten Türkspor Dortmund und SC Osmanlispor zum Beispiel. Die technisch begabten Teams sind am Finalwochenende die beiden letzten Kreisligisten im Feld.

Auch spielten sich wieder unbekannte Talente in den Vordergrund. In erster Linie Westfalia Huckardes Dustin Singh. Nicht nur aufgrund seines unglaublichen Fallrückzieher-Tors. Der A-Jugendliche bewies zudem viel Übersicht und enorme Torgefahr.

Eigentlich ist die Regelauslegung klar

Einen großen Verlierer gab es aber auch. Das Verhältnis zwischen Spielern und Schiedsrichtern. Auf den Social-Media-Kanälen lief das Thema heiß. In erster Linie kritisierten Fans und Spieler die Schiedsrichter. Immer wieder war zu hören, dass die Verhältnismäßigkeiten bei den Entscheidungen nicht gestimmt hätten. Vor allem, wenn es um die Grätsche ging. Dabei ist die Regelauslegung eigentlich klar. Grätschen am Mann sind verboten, zum Blocken eines Balls erlaubt.

Vielleicht hilft es im kommenden Jahr, nicht nur die Schiedsrichter im Vorfeld der Stadtmeisterschaft explizit zu schulen, sondern auch die Spieler und Trainer, denn häufig war zu hören, dass Grätschen komplett verboten seien. Dem ist aber nicht so.

Hoffnung auf mehr Respekt

Und sich an den Schiedsrichtern abzuarbeiten, hat noch nie einem Team geholfen, auch wenn die Referees - wie in der Zwischenrunde - Fehler machen. Spieler, die Fehler machen, sind in der Halle in größerer Zahl zu finden. Bälle landen im Aus, finden nicht den Mitspieler oder den Weg ins eigene Tor. Niemand in der Halle schreit deshalb die Akteure an oder beleidigt sie. Die Referees müssen sich das regelmäßig gefallen lassen. Es ist nur zu hoffen, dass in der Endrunde der Fußball im Mittelpunkt steht, der Respekt gegeben ist.

Denn in der Helmut-Körnig-Halle kann Großes passieren. Klar, es gibt einen neuen Stadtmeister. Aber vielleicht gibt es auch einen neuen Rekordhalter. Vier Tore benötigt Kemminghausens Edeltechniker Mohamed Lmcademali, um einen 31 Jahre alten Rekord zu tilgen. Dann hätte er 28 Tore erzielt. Das hat es noch nicht geben.

Lesen Sie jetzt