Kronen-Hellweg-Cup: Elfmeter-Krimis und doppelte Hochspannung

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Der Kronen-Hellweg-Cup nimmt gerade richtig Fahrt auf – der Titelverteidiger muss ins Elfmeterschießen und kann das Ausscheiden nur knapp vermeiden.

von Christian Bentrup

Dortmund

, 27.08.2020, 22:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die nächsten beiden Halbfinal-Teilnehmer im Kronen-Hellweg-Cup stehen fest. Aber für beide Viertelfinalsieger war es ein hartes Stück Arbeit.

BV Westfalia Wickede - Dortmunder Löwen Brackel 61 9:8 n.E. (2:2/1:0)

Das klassenniedrigste Team, die Brackeler Löwen, machten im Viertelfinale da weiter, wo sie in den Gruppenspielen aufgehört hatten: Kampfstark, im gut organisierten 4-4-2-System mit Mittelfeldpressing und schnellen Umschaltaktionen boten sie dem Favoriten aus der Westfalenliga über die gesamte Spielzeit Paroli.

Wickedes Trainer Marco Schott räumte später ein, dass „wir insgesamt glücklich weitergekommen sind. Wir waren mehrfach schläfrig und dürfen uns gut eine Woche vor Saisonbeginn nicht so präsentieren“.

Tatsächlich hätten die Löwen in Hälfte eins führen müssen, aber Emmanuel Nagel scheiterte freistehend am Wickeder Torwart (18.) oder schoss aus kurzer Distanz über das Tor (33.). Sein Teamkollege Alexander Heinz machte es zwischenzeitlich nicht besser (25.). So kam es wie so oft im Fußball und die Westfalia nutzte ihre erste Chance durch Hikmet Konar zum 1:0 (35.).

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Nach der Pause kratzte ein Brackeler Abwehrspieler den Schuss von Markus Scherff von der Linie (44.). Als Wickedes Torwart Gianluca Caruso den Ball gegen Emmanuel Nagel vertändelte, konnte dieser das Leder zum 1:1 im verwaisten Tor unterbringen (58.).

Starke Leistung im Tor der Löwen

Wickede machte jetzt mehr Druck, scheiterte aber am starken Sebastian Hankeln im Tor der Löwen. Nach einem Konter war der gefährlichste Löwen-Angreifer Nagel nur durch ein Foul im Strafraum zu stoppen. Er musste sogar verletzt den Platz verlassen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jonas Keimer erst im Nachschuss, nachdem er zunächst an Caruso gescheitert war zum 2:1(68.).

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Wickede antwortete mit wütenden Angriffen. Santiliano Braja setzte sich schließlich über links durch und passte quer zu Marcel Pietryga, der nur noch zum 2:2 einschieben musste (75.). Im anschließenden Elfmeterschießen trafen die ersten sechs Schützen beider Mannschaften. Dann schoss Jonas Keimer über das Tor und Markus Scherff verwandelte zum Sieg für den BV Westfalia.

Brackels Trainer Michael Kalwa trauerte den vergebenen Chancen nach, war aber stolz, „weil wir ebenbürtig waren und immer mal wieder in einen guten Flow gekommen sind“.

VfL Kemminghausen - BSV Schüren 5:6 n.E. (1:1/1:0)

Im zweiten Spiel des Abends diktierte der BSV Schüren das Geschehen, kam aber zunächst nicht zu Chancen. Dafür kochten immer wieder die Emotionen hoch und es kam zu vereinzelten Rudelbildungen, die Schiedsrichter Sebastian Strube aber im Keim erstickte.

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Nach 32 Minuten scheiterte Ali Sener am herausstürzenden VfL-Keeper Mike Piepenburg. Dann gelang Kemminghausen das überraschende 1:0, als Seyit Ersoy einen Foulelfmeter sicher verwandelte (37.).

Jetzt war der BSV nach der Pause gefordert. Sotirios Stratacis verzog aus 18 Metern nur knapp (43.), aber auch der VfLer Ilyas Kurnaz schoss nur Zentimeter am linken Pfosten des BSV-Tores vorbei (47.). Dann scheiterte BSV-Stürmer Kamil Bednarski am starken Torwart Piepenburg (53.).

Freistoß an den Innenpfosten

Kurz darauf setzte Bednarski einen Freistoß aus 22 Metern an den Innenpfosten, den Abpraller nutzte Ali Sener zum 1:1 (61.). Als Bednarski in letzter Sekunde wieder an Piepenburg scheiterte, musste erneut ein Elfmeterschießen für die Entscheidung herhalten.

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Als Kemminghausens sechster Schütze Marco Eckhoff nur den Pfosten traf, nutzte Michael Hines die Chance und sicherte dem BSV Schüren das Weiterkommen.

Am Samstag (18 Uhr) treffen im zweiten Halbfinale Westfalia Wickede und der BSV Schüren aufeinander.

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