KSC gewinnt trotz doppelter Unterzahl

Die Dortmunder Klubs

In der Hinrunde galt der 3:2-Sieg der Dortmunder über den Gast noch als Überraschung. Zum Rückspiel hat sich das allerdings gelegt, der KSC ist Zweiter, Obercastrop Dritter. Vom Spielverlauf her war der erneute Sieg aber wieder eine kleine Überraschung.

GELSENKIRCHEN

von Von Enrico Niemeyer

, 30.01.2011, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch wenn es anders aussieht: Hamza El Basraoui (li.)und der KSC behielten gegen Obercastrop den Durchblick.

Auch wenn es anders aussieht: Hamza El Basraoui (li.)und der KSC behielten gegen Obercastrop den Durchblick.

Nach gut 15 Minuten nahm der KSC das Spiel nach und nach in die eigene Hand und konnte sich erste Chancen erspielen. Gabriel Bernstein prüfte den Gäste-Torwart nach einer Ecke zum ersten Mal mit einem gefährlichen Kopfball (22.). Kurz darauf scheiterte Majid Shaker freistehend am Torhüter (24.). Gerade als man das Gefühl hatte, der KSC hätte alles unter Kontrolle, gab es den herben Rückschlag für die Mannschaft von Trainer Adrian Alipour. Michael Gibas musste in höchster Not als letzter Mann eingreifen und sah dafür die Rote Karte (28.) sowie den fälligen Elfmeter gegen seine Mannschaft. Hierbei behielt Daniel Splettstößer im Tor des KSC jedoch die Nerven und parierte stark (29.).

In Unterzahl präsentierte sich Kirchhörde dann aber überraschend offensiv und ging kurz nach der Pause durch einen erneuten Kopfball von Bernstein in Führung (54.). Obercastrop kämpfte fortan gegen die drohende Niederlage an, fand jedoch nie den richtigen Zug zum Tor. Brenzlige Situationen vorm Kirchhörder Tor waren bis zum Schluss Mangelware. In der 76. Minute stand dann wiederum Gabriel Bernstein im Mittelpunkt des Geschehens, als er sich mit der zweiten Gelben Karte in die Kabine verabschiedete. Obercastrop schien das nutzen zu wollen, doch es gelang noch immer nichts. Es kam sogar noch schlimmer: In der 88. Minute setzte Kevin Franzen zum Konter an, umkurvte den Torwart schon 30 Meter vor dem Tor und schob lässig zur Entscheidung ein. „Das war eine taktische Meisterleistung. Wir haben zu neunt gegen eine Spitzenmannschaft gewonnen. Ich bin absolut zufrieden“, sagte Adrian Alipour zum glücklichen Ausgang.

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