Mazedonier entscheiden die Wahl zum Dortmunder Spieler des Spieltags

rnFußball in Dortmund

Der erste Spieler des Spieltags der Saison 2020/2021 ist gewählt. Der Dortmunder Kicker hat sich neben seiner starken Leistung am Wochenende auch mit Hilfe aus dem Ausland bei der Wahl durchgesetzt.

Dortmund

, 13.09.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch in dieser Saison suchen die Ruhr Nachrichten jede Woche den Spieler des Spieltags - von der Bezirksliga bis zu Oberliga. Ihr habt gewählt und am ersten Spieltag gleich ein ganz neues Gesicht zum MVP der ersten Woche gewählt.

Filip Stojanoski ist erst seit Anfang des Jahres in Deutschland, spielte ganz kurz für den ASC 09 Dortmund, wechselte vor dem Saisonsart aber noch in die Landesliga zu Giovani Schiattarella und seinem Team. Beim SV Brackel will der Mazedonier, der zum Studieren nach Deutschland gekommen ist, ordentlich Spielpraxis sammeln. Im ersten Saisonspiel der Brackeler gegen die SpVg Horsthausen (1:0) stand der 20-Jährige gleich 73 Minuten auf dem Platz, ehe er für Harry Coleman vom Feld musste.

Filip Stojanoski wechselte in der Corona-Pause zum SV Brackel.

Filip Stojanoski wechselte in der Corona-Pause zum SV Brackel. © Stephan Schuetze

Sein Debüt für die Brackeler lief so gut, dass er erst in die Elf des Spieltages und in der folgenden Abstimmung mit 24 Prozent sogar zum Spieler des Spieltags gewählt wurde (671 abgegebene Stimmen) - vor Fabien Garando vom VfR Sölde (20 Prozent). Für den Sechser ein perfekter Start bei seinem neuen Klub.

Herr Stojanoski, wie fühlt es sich an, gleich in Ihrem ersten Pflichtspiel für den SV Brackel zum Spieler des Spieltags gewählt zu werden?

Natürlich fühle ich mich geehrt, in der Top-Elf des Spieltags zu sein, vor allem, weil es erst der allererste Spieltag war. Deshalb war ich natürlich einerseits überrascht, als ich das Ergebnis gesehen habe, aber am Sonntag habe ich andererseits auch einige meiner besten Minuten für Brackel gespielt, seit ich hier bin.

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Ein Sieg mit 24 Prozent aller Stimmen ist natürlich hoch. Können Sie sich erklären, wie Sie gleich zum Spieler des Spieltags gewählt wurden, obwohl Sie noch gar nicht so lange in Deutschland sind?
Ich weiß, dass es komisch ist, als ganz neuer Spieler sofort zu gewinnen, aber hier in Dortmund sind viele Mazedonier, die für mich gestimmt haben, genau wie Familie und Freunde aus Mazedonien.

Wie ist das Spiel gegen Horsthausen aus Ihrer Sicht gelaufen? War der Sieg verdient?

Das erste Spiel der Saison ist nie leicht, das wichtigste ist einfach zu gewinnen. Ich glaube, wir haben gut gespielt, auch wenn wir noch Luft nach oben haben. Wir werden auf jeden Fall noch besser.

Sie wurden nach 73 Minuten ausgewechselt. War das für Sie in Ordnung oder haben Sie den Anspruch, immer die vollen 90 Minuten durchzuspielen?

Natürlich will man als Spieler immer so lange auf dem Platz stehen wie möglich. Aber das ist einfach Sache des Trainers, zu entscheiden, wer spielt und wie lange. Für mich ist es wichtig, in der Zeit, in der ich auf dem Platz stehe, alles zu geben.

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Wo sehen Sie Ihr Team am Ende der Saison?

Ich kenne die anderen Klubs in unserer Liga nicht, aber ich weiß, dass es gegen uns niemand einfach haben wird. Ich kann nicht sagen, wo wir am Ende in der Tabelle landen werden, aber wir haben einen richtig guten Trainer und ein junges Team, das jeden schlagen kann.

Sie lernen seit Januar an der Ruhr-Uni Bochum Deutsch. Wie steht es um Ihre Sprachkenntnisse?

Soweit gut. Es ist etwas schwierig, weil der Kurs aufgrund der Corona-Krise immer noch nur online angeboten wird. Aber da niemand in meiner Mannschaft vom Balkan kommt, muss ich beim Training immer Deutsch sprechen. Obwohl ich neu bin und noch nicht so gut Deutsch spreche, wurde ich im Team richtig gut aufgenommen. Alle helfen mir wo sie nur können.

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