Mehr als acht Monate nicht gespielt: Türkspor-Spieler bekennt sich zu TSD und will Erster werden

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Ein Spieler von Türkspor Dortmund hat sich trotz der anhaltenden Unruhe im Verein und trotz der Corona-Pause zu seinem Klub bekannt. Der Spieler will mit dem Landesligisten bald richtig angreifen.

Dortmund

, 07.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben den Spielbetrieb im Amateurfußball komplett stillgelegt. Ein Fußballer von Türkspor Dortmund wird die Zwangspause nun aber nutzen, um wieder im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein. Danach will er richtig angreifen und mit Türkspor die Ziele erreichen.

Seine Operation ist schon länger her. Im April ließ sich Iago de Carvalho an seinem lädierten Kreuzband operieren. Pause machte der Türkspor-Spieler aber schon zuvor. Beim 3:2-Auswärtssieg in Eichlinghofen, damals noch in der Bezirksliga, sah de Carvalho die Rote Karte, weil er seinen Gegner angespuckt hatte. Gegen Eichlinghofen stand der Brasilianer zuletzt überhaupt in einem Spiel auf dem Fußballplatz. Ob sich das noch ändert?

Im November wird es nichts mit de Carvalhos Comeback. Der Sport-Lockdown verhindert jeglichen Spielbetrieb. Und auch für den Dezember sind die Vorzeichen eher düster. Dennoch arbeitet der Mittelfeldmann hart an seinem Comeback. Gut gehe es ihm, verrät er unserer Redaktion im Gespräch. „Ich bin schon so zu 85 Prozent fit, aber ich bin dabei und werde bis Dezember zu 100 Prozent fit sein“, sagt er.

Man spürt förmlich, wie sehr der Brasilianer wieder darauf brennt, auf dem Platz zu stehen. „Es ist nicht einfach, ohne Fußball zu leben, aber die OP war notwendig. Ich werde wie ein Löwe zurückkommen“, sagt de Carvalho, der aktuell in seinem Heimatland Brasilien weilt. Dort gibt es ebenfalls hohe Corona-Infektionszahlen. „Die ganze Welt hat vor Corona Angst. Aber meine Familie und ich passen schon auf. Wir versuchen uns gegen Corona zu schützen“, sagt er.

Sollte der Spielbetrieb als bald wieder starten, dann möchte Iago de Carvalho unbedingt auch wieder selbst kicken. „Mein Ziel ist es, der Mannschaft zu helfen, damit wir unsere Ziele erfüllen. Das habe ich versprochen“, sagt er und schwärmt von seinem Klub: „Wir sind bei Türkspor eine Familie. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit meinen Kollegen und dem Vorstand. Dr. Akin Kara ist sehr menschlich. Ich fühle mich sehr wohl, werde mit Sicherheit bei Türkspor bleiben und will helfen, damit wir auf dem ersten Platz kommen“, so die Kampfansage des Brasilianers.

Noch allerdings muss er sich gedulden. Erst muss der Türkspor-Akteur wieder fit werden - und dann müssen die politischen Entscheidungsträger den Spielbetrieb wieder gestatten. Bis dato heißt es auch für Iago de Carvalho: warten.

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