Menden siegt- Halbfinale ohne Dortmunder Klubs

Handball: Kronen-Cup

Die Favoriten haben es unter sich ausgemacht: Drittliga-Aufsteiger SG Menden hat den Kronen-Cup 2017 gewonnen. Im Finale besiegten die Sauerland Wölfe - wie sie sich selbst nennen - den Titelverteidiger aus Ahlen mit 10:8. Ab dem Halbfinale waren die Dortmunder Teams außen vor.

DORTMUND

, 14.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Menden siegt- Halbfinale ohne Dortmunder Klubs

Die Gastmannschaft aus Menden, Aufsteiger in die dritte Liga, entführte gestern den Kronen-Cup aus Dortmund.

Das Finale war das zweite Aufeinandertreffen der beiden Handball-Teams. Den ersten Vergleich nur kurz zuvor hatte die SG Ahlen, die mit Björn Wiegers (14 Treffer) den besten Torschützen stellte, noch für sich entschieden. Und mit dem 8:7 gegen den späteren Turniersieger hatten die Ahlener ungeschlagen den Gruppensieg perfekt gemacht. In der Parallelgruppe holte sich Drittligist Volmetal Rang eins, patzte aber im Halbfinale. Dort gab es gegen Menden eine 8:9-Niederlage.

Dortmunder in Ahlen

Noch spannender ging es im zweiten Semifinale zu, da fiel die Entscheidung im Siebenmeterwerfen. 11:11 hieß es zwischen Ahlen und Oberligist Soest nach 20 Spielminuten, vom Punkt verließen die Soester allerdings die Nerven. Nur einmal trafen sie, die Ahlener, bei denen mit Philipp Lemke, Ferdi Hümmecke, Mattes Rogowski und Kai Bekston immerhin ein beträchtlicher Teil Dortmund mitspielte, entschieden die Partie mit 15:12 für sich.

Als die Halbfinalspiele anstanden, waren die Dortmunder Teams nicht mehr dabei. Bei dem gut besetzten Turnierfeld nicht ganz ungewöhnlich – ein solche Überraschung, wie sie den Hombruchern im letzten Jahr gelang, als sie bis ins Finale kamen und das knapp verloren, lässt sich eben nicht immer wiederholen. Dennoch überzeugte der Gastgeber durchaus. Beim 11:13 im ersten Gruppenspiel gegen Ahlen musste sich die Westfalia erst gegen Ende geschlagen geben, bei 11:12 gegen Oberligist Menden war es ebenso knapp (da vergab Hombruch in der letzten Sekunde von Außen die Möglichkeit auf ein Remis), das 12:6 gegen einen arg dezimierten ATV Dorstfeld sorgte für einen positiven Turnierabschluss.

Zwei Schulterverletzte

„Nach einer eher schlechten Vorbereitung war das über weite Strecken richtig gut“, sagte Hombruchs Trainer Marc Lauritsch. Noch besser wäre seine Stimmung gewesen, wären da nicht die Schulterverletzungen von Jannik Thüs Tillmann Hobrock gewesen. „Unbeschadet überstehen wir das Turnier wohl in keinem Jahr“, so Lauritsch.

Ohne Sieg beendeten der ATV Dorstfeld und der ASC den zweiten Turniertag. „Bei uns war es am zweiten Tag ein bisschen dünn“, stellte ATV-Trainer Carsten Hergert fest und meinte damit in erster Linie die personelle Besetzung. Nur einen Auswechselspieler boten die Dorstfelder am zweiten Tag auf, da machte sich der Substanzverlust schnell bemerkbar. Nach dem 7:15 gegen Menden folgte ein 6:13 gegen Ahlen und 6:12 gegen Hombruch im letzten Gruppenspiel. Dennoch gingen die Dorstfelder nicht ohne Preis nach Hause – sie waren die fairste Mannschaft.

"Haben uns gut präsentiert"

Mit dem Erreichen des zweiten Turniertages hatte auch der ASC das Soll bereits erfüllt. In der ersten Sonntagspartie gegen Soest (6:10) knüpften die Aplerbecker noch an die guten Leistungen des Vortags an, „danach haben wir den Schlüssel nicht mehr gefunden“, beschrieb es Trainer Henning Becker. Unzufrieden war der Trainer aber nicht: „Wir haben uns gut präsentiert“, fasste er zusammen, „das hat Spaß gemacht“. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt