Mert Sahin fünf Monate nach Kreuzbandverletzung zurück: „Ich weiß, was mein Körper aushält“

Fußball-Oberliga

Mert Sahin hat gutes Heilfleisch. Im Finale der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft Anfang Januar verletzte sich der Verteidiger schwer am Knie. Jetzt ist er schon wieder zurück.

Dortmund

, 01.05.2019, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mert Sahin fünf Monate nach Kreuzbandverletzung zurück: „Ich weiß, was mein Körper aushält“

Mert Sahin ist zurück auf dem Platz. © Stephan Schuetze

Beim 2:2 seines FC Brünninghausen bei der TSG Sprockhövel am vergangenen Sonntag feierte Sahin nach weniger als fünf Monaten sein Comeback.Zwar nur für die letzten drei Minuten, aber das soll es für diese Saison noch nicht gewesen sein.

Was sagt das Knie nach dem ersten Einsatz nach der Verletzung?

Alles in Ordnung. Unser Trainer hat mir lange Zeit gegeben, um mich zu regenerieren und wieder aufzubauen, deshalb ist mein Knie fit und ich hoffe, dass ich der Mannschaft in den letzten Spielen helfen kann.

Es war zunächst nur ein Kurzeinsatz ...

Ja, weil der Spielstand nicht für meine Position sprach. Wir waren uns vor dem Spiel einig, dass es nicht für 90 Minuten reicht und hatten dann gesagt, dass es auf den Spielstand ankommt, ob ich eingewechselt werde.

Wie war es, nach über vier Monaten Pause wieder auf dem Platz zu stehen?

Es war sehr schön; ich war relativ schnell müde, aber es war ein super Gefühl. Es ist natürlich schade, dass es nur für ein 2:2 gereicht hat.

Das Comeback keine fünf Monate nach der schweren Diagnose Kreuzbandriss: Wie haben Sie das gemacht?

Es kam bei weiteren Untersuchungen heraus, dass es ein Kreuzband-Anriss ist. Wir hatten erst besprochen, dass ich erst nächste Saison wieder einsteige, aber durch unsere Tabellensituation hat sich der Plan geändert. Ich habe den Muskelaufbau am Knie vorangetrieben und versuche, in den letzten fünf Spielen zu spielen.

Haben Sie nicht Angst davor, sich wieder zu verletzen?

Nein, ich kenne meinen Körper und weiß, was er aushält. Darüber hinaus gehe ich fast jeden Tag zur Behandlung zum Physiotherapeuten, dadurch fühle ich mich sicher und körperlich bereit.

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War es schwer, die Monate nur von der Seitenlinie aus verfolgen und den Teamkollegen nicht helfen zu können?

Das war natürlich sehr bitter. Ich habe versucht, bei jedem Spiel dabei zu sein und die Mannschaft anzufeuern und von draußen reinzurufen, was die anderen besser machen können. Auf dem Platz sieht man das nicht immer so. Aber für mich ist es natürlich bitter und schade, dass wir in so einer Situation sind, da wir in der Hinrunde gut gespielt hatten.

Ihre Bewegungsfreiheit war ja sicher eingeschränkt – haben Sie nach der Zwangspause ein paar Kilo mehr auf den Rippen oder sind schon wieder so fit wie vorher?

Ganz so fit wie vorher bin ich glaube ich noch nicht, aber ich versuche, so langsam wieder auf den normalen Stand zu kommen und dadurch in den letzten fünf Spielen meiner Mannschaft helfen zu können. Ich war viel im Fitnessstudio und habe auch viel mit dem Athletiktrainer gearbeitet. Dadurch habe ich ein besseres Gefühl, weil durch den Muskelaufbau das Kreuzband stabilisiert wird.

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Brünninghausen hat massive Personalprobleme in der Abwehr. Können Sie die Verantwortung schon schultern?

Ich glaube auf jeden Fall, dass ich der Mannschaft helfen kann. Ich bin zwar noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber ich versuche, das Team zu unterstützen. Das geht auch über die Taktik, miteinander sprechen während des Spiels und die Stimmung in der Mannschaft. Das versuche ich alles mit reinzubringen und dem Team so zu helfen, den Klassenerhalt zu erreichen.

Erst kommt Erndtebrück, dann muss der FCB unter der Woche im Kreispokal-Halbfinale gegen den Lüner SV ran: Freuen Sie sich auf das Spiel, oder kommt Ihnen das mit der schwierigen Liga- und Personalsituation eher ungelegen?

Wir hatten sehr viele Englische Wochen und sind dadurch alle platt. Viele unserer Spieler haben muskuläre Probleme, der Klassenerhalt steht an vorderster Stelle. Aber wir wollen natürlich das Maximum aus allem rausholen und ich denke, dass wir trotzdem mit einer starken Mannschaft auftreten werden und versuchen, das Spiel zu gewinnen.

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