Moukoko-Konkurrent Julius Rauch kann sich endlich komplett auf den Fußball konzentrieren

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Julius Rauch hat keine besonders gute Saison hinter sich. Da trifft es sich gut, dass er in der U19 beim BVB einen Neuanfang starten kann. Vor allem, weil er jetzt richtig Zeit dafür hat.

Dortmund

, 03.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Das dreiköpfige Team, das sich da am Montag beim Laktattest der U19 von Borussia Dortmund auf den Weg machte, ihre Ausdauer zu checken, war prominent besetzt. Vorneweg: Immanuel Pherai, niederländisches Supertalent. In der Mitte: Youssoufa Moukoko, 14-jähriger Ausnahmespieler, für den es keine Superlative mehr gibt. Und hinten dran: ein blonder Hühne, der sie körperlich beide überragt.

Moukoko-Konkurrent Julius Rauch kann sich endlich komplett auf den Fußball konzentrieren

Julius Rauch (links) beim Laktattest mit Youssoufa Moukoko und Immanuel Pherai. © Groeger

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Julius Fynn Rauch ist das zweite komplett neue Gesicht bei der U19 neben dem US-Amerikaner Giovanni Reyna. Der 17-Jährige spielte in den vergangenen Jahren in Düsseldorf, zunächst bis zur U14 bei seinem Heimatverein VfL Benrath, danach dann bei der Fortuna: „Von da an war auch der Kontakt zum BVB immer da“, erzählt Rauch, „und als in Düsseldorf mein Vertrag auslief, war das relativ schnell fix.“

„Er war bei uns immer das Zugpferd“

Wo Rauch ist, da sind Tore nicht weit: „Er war schon bei uns immer das Zugpferd“, erzählt Michael Mey, Jugendleiter beim VfL Benrath, „er hat die Tore gemacht, die unser Team dann auf Rang eins gebracht haben.“ Und in der D-Jugend ins Finale des Düsseldorf-Pokals. „Das haben wir 0:5 gegen die Fortuna verloren“, sagt Rauch, doch für ihn ist es der Moment in dem sich die Tür zu seinem Traum vom Profi-Fußball öffnet.

Über die Düsseldorfer Kreisauswahl gelangt er in die Niederrhein-Auswahl: „Und da habe ich langsam gemerkt, du spielst hier mit Leuten von Gladbach und so, also von Vereinen, die ich bis dahin nur aus dem Fernsehen kannte.“ Er spielt nicht nur, er hält mit. Seine Trainer spornen ihn an: „Wenn du hier und da noch ein bisschen mehr Gas gibst, dann kannst du ganz oben spielen.“

„Eine komplett neue Erfahrung“

Und jetzt steht er hier, neben Pherai, neben Moukoko, beim BVB: „Es ist für mich eine komplett neue Erfahrung, ein komplett neues Umfeld und da muss ich mich jetzt erstmal reingewöhnen“, sagt Rauch. Natürlich kennt er diese Jungs, wie er die Vereine damals aus dem Fernsehen kannte: „Von den Namen her schon, das sind ja die Besten des Jahrgangs.“ Drei, vier Mal hat er schon gegen sie gespielt, seit heute sind sie seine Teamkollegen. Und trotzdem Konkurrenten.

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Laktattest der BVB-U19 in Bochum.© Groeger
Laktattest der BVB-U19 in Bochum.© Groeger

Denn Rauch ist nunmal Stürmer. Wie Moukoko. Auch er kommt gerne mit Tempo aus der Tiefe. Wie Moukoko. Und natürlich will er auch Tore schießen. Wie Moukoko. Vielleicht hält er sich auch deshalb mit Zielvorgaben erstmal zurück: „Nein, darüber mache ich mir später Gedanken. Ich will erstmal die ersten Einheiten hinter mich bringen.“

Nur sechs Tore in 38 Spielen

Mit vielen Toren konnte er zuletzt ohnehin nicht glänzen. In die Hinrunde der U17-Bundesliga kam er - obwohl Kapitän der Fortuna - nicht so gut rein wie erhofft, in der Rückrunde riss er sich schnell das Außenband und so kommt er mit lediglich sechs Pflichtspiel-Toren aus 38 U17-Spielen aus Düsseldorf. „Es war eine schwere Saison“, sagt Rauch, „meine persönlichen Ziele habe ich nicht ganz erfüllt.“ In der U15 hatte er in 17 Spielen noch 16 Mal getroffen.

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Aber sich über eine bestimmte Torquote zu definieren, damit hat er ohnehin schon aufgehört: „Ich finde, dass man sich dadurch das Spiel kaputt macht. Ich setze mir andere Ziele im Spiel“, sagt Rauch. Etwa, wie oft er einen Ball gegen eine starke Innenverteidung festmache: „Je nach Gegner. Eine Torquote wäre sehr egoistisch und schädlich für die Mannschaft.“

Gekommen um zu treffen

Trotzdem ist er natürlich nach Dortmund gekommen, um zu treffen. Dabei wird ihm helfen, dass der Prüfungsstress, der das erste halbe Jahr neben seiner Verletzung maßgeblich bestimmt hat, nun wegfällt. An einer internationalen Schule in Düsseldorf hat er sein IB-Diplom gemacht, die Ergebnisse gibt es noch in dieser Woche: „Bestanden habe ich aber auf jeden Fall“, sagt Rauch und lacht.

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Das heißt: Er kann sich jetzt voll und ganz auf seinen Traum konzentrieren. „Ich will auf jeden Fall Profi werden“, sagt Rauch. „Wo und wie, weiß ich noch nicht. Jetzt werde ich erstmal Gas geben und versuchen, mir viele Optionen zu schaffen.“ Bislang konnte er wegen der Schule nur nachmittags trainieren, „jetzt ist es deutlich leichter, sich auch vormittags fußballerisch weiterzubilden.“ So spricht einer, der verstanden hat, wie es geht.

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