Nach Brückel-Rücktritt: Chaos bei der SGL

Frauenfußball

Nach dem Rücktritt von Trainer Peter Brückel läuft Frauenfußball-Regionalligist SG Lütgendortmund nicht nur ihrer Form aus der vergangenen Saison hinterher, sondern auch einem neuen Coach.

DORTMUND

von Von Christian Stein

, 04.11.2010, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Brückel-Rücktritt: Chaos bei der SGL

Sofortiger Rücktritt: Peter Brückel.

Die Rückendeckung von Vereinsseite aus war also jederzeit da – im Gegensatz offenbar zu manchem „Fan“ aus dem Umfeld. Denn: Internetnutzer hatten sich bereits vor der Partie gegen Sankt Augustin am vergangenen Wochenende auf Trainer und Abteilungsleiter eingeschossen, wie Auszüge aus einem Fan-Forum beweisen: „Herr Heinbach, reagieren Sie! Befreien Sie den Verein von diesem Trainer!“ heißt es dort unter anderem, oder: „Man darf nur hoffen, dass dieser Trainer von sich aus die Finger vom Mädchen- und Frauenfußball lässt.“ Nach Informationen unserer Redaktion soll es auf der betreffenden Internetseite sogar zu Beleidigungen gegen die Frauen-Mannschaft gekommen sein. "Die gingen weit unter die Gürtellinie“, bestätigte ein Mitglied des Vereins. Der Betreiber der Plattform wurde aufgefordert, die Beiträge zu löschen. „Sonst hätten wir Strafanzeige erstattet“, heißt es aus internen Kreisen.

„Die Schimpfereien saßen den Mädels beim Fußballspielen immer im Hinterkopf“, verrät Ex-Trainer Peter Brückel. Wie es für seinen ehemaligen Verein nun weiter geht? „Ich habe die Schuld auf mich genommen und mich vor das Team gestellt“, sagte Brückel, „wie die Truppe jetzt reagiert, liegt nicht in meinen Händen.“ 

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