Nach der Aussprache macht sich der ASC auf den Weg aus dem Tal

rnOberliga Westfalen

Der Start in die neue Oberligasaison lief nicht rund für den ASC 09 in der Oberliga. Jetzt haben sich Spielerrat, sportliche Leitung und Trainer zusammengesetzt - und Tacheles geredet.

Dortmund

, 18.09.2019, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur sechs Punkte aus sechs Spielen, zwei Siege und vier Niederlagen - der Fehlstart des ASC 09 in die Oberliga-Saison ist auch am stellvertretenden Kapitän Maximilian Podehl nicht spurlos vorübergegangen. „Natürlich ist die Stimmung jetzt etwas angespannt untereinander, weil wir alle da so nicht mit gerechnet haben“, sagt er im Interview.

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Mit dem klar formulierten Ziel, nach zwei dritten Plätzen in den vergangenen beiden Spielzeiten diesmal mit noch mehr Nachdruck um den Aufstieg in die Regionalliga West mitzuspielen, war die Mannschaft von Trainer Daniel Sekic an den Start gegangen. „Aber dieses Aufstiegsziel so klar nach außen zu kommunizieren, war aus meiner Sicht ein Fehler“, sagt Podehl. „Wir gestandenen Oberliga-Spieler können mit diesem Druck vielleicht umgehen. Aber man muss auch berücksichtigen, dass zehn Spieler aus der A-Jugend zu uns gestoßen sind. Und die gleich mit so einem Anspruch zu konfrontieren ist eher schwierig und setzt die erfahrenen Spieler noch stärker unter Zugzwang.“

Alles kam auf den Tisch

Darum, sagt Podehl, war es auch so wichtig, dass sich Spielerrat, Trainer und der Sportliche Leiter Samir Habibovic noch am Montagabend zusammengesetzt und alle Reibungspunkte ganz schnell auf den Tisch gebracht hätten. „Halb elf ist es wohl geworden, denn es gab einiges zu bereden. Wir haben ehrlich über alles gesprochen. Über Formationen, über Dinge, die uns Spielern nicht passen und eben auch darüber, dass es aus Sicht der Mannschaft nicht richtig war, den Aufstiegsanspruch so deutlich öffentlich zu formulieren.“

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Und natürlich waren auch die Aussagen von Trainer Daniel Sekic Thema, der unter dem Eindruck der jüngsten 0:2-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Ahlen gesagt hatte, den Gefühl zu haben, dass ihm die Mannschaft nicht mehr zuhöre. „Mich hat diese Einschätzung ehrlich erschrocken. Weil das Gegenteil ist Fall“, sagt Podehl. „Und wir haben ihm in dieser Montagsrunde auch gesagt, dass die Mannschaft es nicht gut fand, dass er auch das so öffentlich gemacht hat. Für solche Dinge sollte eigentlich das Team immer der erste Adressat sein und nicht die Öffentlichkeit. Wir haben das klar so gesagt, und er hat das auch eingesehen.“

Kern der Aussprache

Kern der Aussprache, sagt Podehl, war aber, „dass wir jetzt diese Krise zusammen bewältigen wollen. Wir müssen zeigen, dass wir nicht nur Erfolg, sondern uns auch aus so einem Tal herausarbeiten können. Und für dieses Ziel ziehen Mannschaft und Trainer hundertprozentig an einem Strang.“

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Da sei es gut gewesen, sich schon am Montag zusammengesetzt zu haben. „So starten wir jetzt mit einem positiven Gefühl in die Woche. Es ist auf jeden Fall ein Menge Vertrauen wiederhergestellt worden.“

Erste Früchte soll der neu erarbeitete Teamgeist möglichst schon am kommenden Sonntag bringen. Dann geht es zum Tabellenletzten Hammes SpVg. „Fakt ist“ sagt Podehl, „drei Punkte müssen her.“ Von der Tabellenposition der Hammer wolle man sich indessen nicht zu stark leiten lassen. „Die werden sich natürlich auch voll reinschmeißen. Denn für die wie für uns gilt, dass die Saison noch jung ist. Aber aber sofort sind wir wieder zuversichtlich und werden auf jeden Fall Vollgas geben.“

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