Nach drei Niederlagen darf es jetzt für einen Aufsteiger ein „dreckiger“ Sieg sein

rnFußball Bezirksliga

Die Zeit ist reif für Blau-Weiß Huckarde – reif für einen „dreckigen Sieg“. Das finden zumindest die beiden Trainer Thomas Faust und Daniel Nikowski. Der Aufsteiger will endlich ankommen.

Dortmund

, 27.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten drei Spiele von Aufsteiger Blau-Weiß Huckarde in der Bezirksliga 9 konnten sich durchaus sehen – und auch wieder nicht. Denn die Leistung stimmte, die Punkteausbeute jedoch gar nicht. Unter dem Strich stehen drei Niederlagen zu Buche. „1:2 gegen Rot Weiß Germania , 2:3 bei Viktoria Kirchderne, 0:1 gegen die SpVg Blau-Gelb Schwerin – immer knapp, immer auf Augenhöhe“, sagt Co-Trainer Daniel Nikowski. „Nur kaufen können wir uns am Ende dafür nichts.“

Es steht außer Frage, Blau-Weiß ist in der harten Realität der Bezirksliga angekommen. „Dass das nicht nur ein Klassenunterschied auf dem Papier sein würde, war uns ja schon vorher klar“, sagte Nikowski. „Aber es schmerzt natürlich besonders, wenn man die drei ersten Spiele mit Leistungen absolviert, die auch für vier oder fünf Punkte gut gewesen wären und jetzt bei Null steht.“

„Wir waren so knapp dran“

Andererseits sieht das Trainerteam auch, dass der Geist in der Mannschaft absolut intakt ist. Natürlich sage der ein oder andere schon, „verdammt, jetzt waren wir so nah dran – und wieder nichts“. Aber letztlich hätten diese drei denkbar knappen Niederlagen nicht so tiefe Spuren hinterlassen, wie es vielleicht Spiele getan hätten, in denen man ehrlich betrachtet chancenlos war.

Jetzt lesen

„Was wir gelernt haben ist, dass in der Bezirksliga schon zwei, drei individuelle Fehler reichen, um ein Spiel zu unseren Ungunsten kippen zu lassen“, sagt Nilkowski. „In der A-Liga konnten wir sicher sein, genug Gelegenheiten zu bekommen, solche Schnitzer wieder auszubügeln. Eine Etage höher nutzen die Gegner solche Fehler einfach aus und bieten uns kaum Chancen zur Wiedergutmachung.“

Trotzdem gehen Faust und Nikowski mit Optimismus an die nächsten Aufgaben. „Der Trainingseinsatz und -eindruck der Jungs ist wirklich richtig gut“, sagt der Coach. „Wir arbeiten konsequent das auf, woran es an den Spieltagen noch gehapert hat. Die Mannschaft zieht da in jeder Situation voll mit. Und wenn ihr das im nächsten Spiel gelingt, was alles jetzt schon im Training klappt, dann sind wir schon einen großen Schritt weiter.“

Jetzt lesen

Der Vertrauensvorschuss, den die Mannschaft beim Trainerteam genießt, ist längst nicht aufgebraucht. „Wir sehen ja, wie die Jungs ackern. Und das ist nicht erst seit zwei Wochen so, sondern schon seit Anfang der Vorbereitung, seit dem 5. Juli bis heute. Die Trainingsbeteiligung ist überragend und die Stimmung ist nach wie vor gut“, findet der Trainer.

Es wird einfach Zeit

Allerdings wird es jetzt einfach Zeit, die ersten Punkte festzumachen. „Die Chancen waren auch in den ersten drei Spielen da. Aber wir waren einfach nicht effektiv genug. Und das müssen wir sein, wenn wir in der Bezirksliga bleiben wollen“, sagt Nikowski.

Jetzt lesen

An diesem Sonntag beim mit einem Punkt aus drei Partien ebenfalls nur äußerst sparsam gestarteten FC Castrop-Rauxel soll es endlich soweit sein. „Vielleicht sind wir ja mal nicht die bessere Mannschaft und gewinnen dafür aber“, lacht Nikowski. „Einfach wird das allerdings nicht, das wissen wir. Schließlich ist der FC souverän aufgestiegen. Aber ich wünsch mir für unsere Jungs einfach, dass sie sich mit einem Sieg selbst beweisen: Jetzt sind wir angekommen in der Liga.“

Lesen Sie jetzt