Nach einer Saison voller Höhepunkte: Luca Nik Armbruster holt Luft für ein ganz großes Ziel

Dortmunder Schwimmer

Luca Nik Armbruster hat schon einige Erfolge in seiner Vita stehen. Obwohl die Konkurrenz stark ist, träumt der Athlet der SG Dortmund von der Erfüllung eines großen Traumes.

Dortmund

, 29.08.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach einer Saison voller Höhepunkte: Luca Nik Armbruster holt Luft für ein ganz großes Ziel

Starker „Schmetterling“: Luca Nik Armbruster. © Carsten Loos

Für den Athleten ging’s in die Abgeschiedenheit der Berge Österreichs, für den Trainer an den Strand Fuerteventuras, weit weg von einer Schwimmhalle: Luca Nik Armbruster und Stephan Wittky, Cheftrainer der SG Dortmund, haben eine lange und durchaus erfolgreiche Schwimm-Saison hinter sich, jetzt heißt’s kurz durchatmen, verschnaufen. Die nächsten Ziele sind allerdings schon im Hinterkopf.

„In diesem Jahr gab es viele Höhepunkte, die Deutschen Meisterschaften der offenen Klasse, die Junioren-EM in Kasan und hintenraus auch noch die Junioren-WM in Budapest. Da war es nicht einfach, einen Rhythmus beizubehalten“, berichtet Wittky nach diesem reisefreudigen Sommer.

Dortmunder Aushängeschild

Bei der DM in Berlin holte sich der 17-jährige Armbruster die deutsche Vizemeisterschaft über 50 Meter Schmetterling, von der Nachwuchs-EM in Russland kehrte das Aushängeschild der SG Dortmund gleich mit drei Medaillen heim.

Und bei den Welttitelkämpfen des Nachwuchses in Budapest, seinen zweiten und altersbedingt auch letzten, war er mit dem fünften Platz über 50 Meter Schmetterling nicht nur bester Einzelstarter des Deutschen Schwimmverbandes (DSV), er verpasste in 0:23,59 Minuten nur um elf Hunderstel die Bronzemedaille, auf die er als Drittschnellster des Vorlaufs insgeheim ein wenig spekuliert hatte.

Unbefriedigendes Abschneiden

„Nach den JWM in Indianapolis 2017 waren das jetzt meine zweiten Junioren-Weltmeisterschaften, und es war wieder eine tolle Erfahrung“, berichtete Luca Nik Armbruster. Sein fünfter Platz war auch das Ergebnis eines eher unbefriedigenden Abschneidens über die doppelt so lange Distanz, dort wurde der Modellathlet der SG in einem Feld von über 80 Startern am Ende 19. und blieb in 0:53,92 Minuten über seiner persönlichen Bestzeit. „Da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Ich hab dann alle Energie für die 50 Meter Schmetterling gesammelt“, so „Luni“ rückblickend.

Trainer Wittky fand Armbrusters Abschneiden in Budapest „sehr ordentlich“ und wagte schon einmal einen kleinen Blick nach vorn, denn die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, die lauern in seinem Augenwinkel. „National ist Luca schon im vorderen Feld dabei, warum sollte er nicht seine Chance für Tokio suchen? Ich würde das jetzt nicht als oberstes Ziel ausrufen, aber einen Versuch ist es allemal wert“, sagt der Coach.

Starke nationale Konkurrenz

Zunächst einmal gelte es, Armbrusters „Transfer in die offene Klasse“ gut hinzubekommen, und als Medaillengewinner der JEM winkt die Teilnahme an der Europameisterschaft der „Großen“ im Mai 2020 in Budapest. Zuvor, Ende April, Anfang Mai werden bei den „Deutschen“ in Berlin die Olympia-Fahrkarten vergeben. „Die nationale Konkurrenz ist stark. Aber mal schauen, was geht“, sagt Armbruster. Und wer weiß, vielleicht fährt ein Dortmunder als Olympia-Teilnehmer nach Budapest ...

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