Trainer Daniel Dukic verlässt überraschend den BSV Schüren. Arthur Matlik trägt ab sofort die alleinige Verantwortung beim Fußball-Westfalenligisten. Dukic folgt wohl einem alten Bekannten.

Dortmund

, 05.10.2018, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon der zweite Trainer verlässt in dieser Spielzeit den Fußball-Westfalenligisten BSV Schüren. Zu Beginn der Saison hatten sich Dimitrios Kalpakidis und der Klub in beiderseitigem Einvernehmen getrennt. Am Mittwoch hat sich Daniel Dukic dann verabschiedet.

Nach dem Ende von Kalpakidis war Dukic zusammen mit Arthur Matlik für das Team verantwortlich. Er übernahm auch das Amt des Sportlichen Leiters. „Daniel hat hier viereinhalb Jahre tolle Arbeit abgeliefert. Wir waren letztlich überrascht, dass er geht“, sagt Schürens Vorsitzender Peter Seifert.

Als Grund für seinen Entschluss, den Klub zu verlassen, nennt Dukic die „unglückliche“ Zusammenarbeit mit Matlik. „Die Kommunikation hat einfach nicht gestimmt. Ein Trainer-Duo funktioniert nur, wenn beide das auch wollen. Das Gefühl hatte ich nicht bei Arthur. Ich hatte eher das Gefühl, dass Arthur das alleinige Sagen haben wollte“, sagt Dukic.

Gespräch nicht zufriedenstellend

Am Dienstagabend hatten sich noch Dukic, Matlik, drei Spieler des Westfalenligisten und der Vorstand zusammengesetzt, um die internen Probleme anzusprechen. Das Gespräch lief für Dukic nicht zufriedenstellend. Am Mittwoch informierte er Seifert, dass Schluss sei. „Daniel ist ein Verlust für uns“, sagt Seifert.

Dukic war ja nicht nur Trainer und Sportlicher Leiter, er war auch für die Homepage und den Facebook-Auftritt des Vereins verantwortlich. Und wer die starke Facebook-Seite des BSV Schüren kennt, der weiß, wie viel Herzblut er in seine Arbeit gelegt hat. Der Klub hat wohl aktuell die beste Facebook-Seite aller Dortmunder Amateur-Fußball-Mannschaften.

Noch am Mittwoch hatte Dukic alle Spieler über seinen Entschluss informiert, am Freitag verabschiedete er sich dann noch einmal persönlich bei den Akteuren am Platz. „So ein Abschied tut natürlich weh. Vor allem, wenn man so viel Energie in seine Arbeit gesteckt hat. Aber die Zusammenarbeit mit Arthur hat einfach nicht gepasst.“

Co-Trainer für Matlik

Matlik betont, dass er immer „ehrlich mit Daniel umgegangen ist“. Zudem sagt er, dass der Verein Dukic viel zu verdanken habe. Auf die Aussage von Dukic, dass Matlik gerne das alleinige Sagen haben wolle, ging er nicht ein. Matlik hat jetzt in Mehmet Aslan einen Co-Trainer an seiner Seite, der zuletzt für die zweite Mannschaft des Klubs mitverantwortlich war. Beide werden erstmals am Sonntag (15.15 Uhr, Schürener Straße) das Team gegen den DSC Wanne-Eickel coachen.

Ob das Duo noch im neuen Jahr für das Team verantwortlich sein wird, ist derzeit unklar. Nach dem Abschied von Kalpakidis hatte Matlik nur bis zum Winter zugesagt. „Dann setze ich mich mit Peter Seifert zusammen und wir gucken, was das Beste für den Verein ist“, sagt Matlik.

Dukic folgt folgt wohl Kalpakidis

Und wie geht es für Dukic weiter? Es sieht alles danach aus, dass er Kalpakidis folgt. Der hatte sich nach seinem Abschied dem Liga-Konkurrenten Kirchhörder SC angeschlossen. Als Spieler. Dukic hat schon Gespräche mit dem Kirchhörder SC geführt, die Spieler des Klubs haben ihn am Donnerstag persönlich kennengelernt.

Angedacht ist, dass Dukic für die Spielanalyse und das Scouting verantwortlich ist. Kirchhördes Sportlicher Leiter Jörg Mielers wollte das am Freitag auf Anfrage nicht dementieren, sagt aber: „Noch kann ich nicht vermelden, dass Daniel Dukic zu uns kommt. Es steht noch ein Gespräch aus.“

Lesen Sie jetzt