Nächster Fußballverband bricht die Saison ab – mit Aufsteigern

Amateurfußball

Unter den gegebenen Bedingungen sei eine Beendigung der Saison nicht mehr realisierbar, sagt der Präsident des Fußballverbandes. Absteiger soll es keine geben, dafür Aufsteiger.

NRW

, 09.04.2021, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der nächste Fußballverband hat die Saison beendet.

Der nächste Fußballverband hat die Saison beendet. © Jens Lukas

Die Bälle ruhen größtenteils auf den Fußballplätzen in Deutschland. Nur Kinder bis 14 Jahre dürfen derzeit kicken. Die Seniorenfußballer haben seit Anfang November gar nicht mehr gegen einen Ball treten dürfen. Der Saisonabbruch in Nordrhein-Westfalen wird immer wieder heiß diskutiert. Ein Fußballverband eines anderen Bundeslandes hat nun Fakten geschaffen.

Der Landesfußballverband von Mecklenburg-Vorpommern hat die Saison 2020/21 aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie beendet, das teilte der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) mit. Von dem Saisonabbruch betroffen sind die Kreisverbände Schwerin-Nordwestmecklenburg, Vorpommern-Greifswald, Warnow und Westmecklenburg. Eigene Regelungen für den weiteren Umgang mit der Saison wollen derweil die Kreisverbände Mecklenburgerische Seenplatte und Nordvorpommern-Rügen treffen.

LFV-Präsident Mausch: „Alternativlos“

Als Grund für die Beendigung der Saison nennt der Verband die anhaltende Coronavirus-Pandemie. Die „ursprünglich geplante Wiederaufnahme des (...) Spielbetriebes mit der angestrebten Beendigung der Hinrunden bis zum 30. Juni 2021“ könne nicht mehr gewährleistet werden, so der Verband.

„Angesichts der momentanen Entwicklung ist die vorzeitige Beendigung der Saison aus unserer Sicht letztlich alternativlos“, sagt LFV-Präsident Joachim Mausch. Ideen möglicher Öffnungen mittels Schnelltests halte der Verband für ein „nahezu unüberwindbares Hindernis“, so der Präsident.

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Völlig annulliert wird die Spielzeit aber nicht. Sportliche Absteiger soll es zwar keine geben, dafür aber Aufsteiger auf Basis der Quotientenregel. Dafür werden die Tabellen mit Stand 1. November herangezogen, seitdem wurde kein weiteres Spiel absolviert. Die meisten Vereine in Mecklenburg-Vorpommern haben bislang zwischen sechs und acht Spielen bestritten. Vereine können zudem freiwillig eine Klasse tiefer gehen.

Pokale sollen sportlich ausgetragen werden

Ausgenommen vom Saisonaus sind die Landespokalwettbewerbe um den Lübzer-Pils-Cup der Herren und um den Polytan-Cup der Frauen. Die Pokalsieger sollen nach wie vor sportlich ermittelt werden, „unter Umständen auch über das offizielle Saisonende am Ende Juni hinaus“, so der Verband. Diese Option solle auch für die Kreispokalwettbewerbe offen gehalten werden.

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