Neuer Kapitän für den FC Brünninghausen: Vom Talent zum Führungsspieler

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Im Sommer verließ mit Hendrik Brauer unter anderem auch der einstige Kapitän den Westfalenligisten FC Brünninghausen. Jetzt hat die Mannschaft einen Neuen gewählt. Der ist erst 22 Jahre alt.

Dortmund

, 30.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einige Leistungsträger haben dem Westfalenligisten FC Brünninghausen im Sommer den Rücken gekehrt. Insbesondere der Abgang vom ehemaligen Kapitän Hendrik Brauer, der sich dem Oberligisten TuS Ennepetal angeschlossen hat, wiegt schwer. In der Vorbereitung musste das Amt nun neu besetzt werden - und die Mannschaft konnte selbst entscheiden.

Die Wahl fiel auf einen Spieler, der zwar erst zur Saison 2019/2020 nach Brünninghausen gekommen ist, sich allerdings auf Anhieb zu einer wichtigen Stütze beim Westfalenligisten entwickelte. Jetzt folgt für das einstige Talent der nächste große Schritt.

Wahl eine große Wertschätzung

Die Rede ist von Leon Broda. Der Torwart wird Brünninghausen in der neuen Spielzeit als Kapitän auf das Feld führen und tritt damit die Nachfolge von Leader Hendrik Brauer an. Kein einfaches Unterfangen. Doch Broda sieht sich der Aufgabe trotz seiner erst 22 Jahre absolut gewachsen.

„Ich denke, an meiner grundsätzlichen Rolle wird sich gar nicht so viel verändern. Ich habe auch in der vergangenen Saison schon häufig den Mund aufgemacht, meine Meinung gesagt und auf dem Feld versucht, viel zu coachen“, so der Torwart.

Torwart Leon Broda ist mit seinen 22 Jahren jetzt bereits Kapitän beim FC Brünninghausen.

Torwart Leon Broda ist mit seinen 22 Jahren jetzt bereits Kapitän beim FC Brünninghausen. © Nils Foltynowicz

Dass seine Mannschaftskameraden ihn als Kapitän auswählten, sei für ihn eine große Wertschätzung. „Ich habe mir über diese Entscheidung vorher eigentlich gar keine Gedanken gemacht“, erklärt Broda, „deshalb bedeutet mir das natürlich schon wirklich viel.“

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Zwar hat die Mannschaft die Wahl getroffen, letztlich muss aber auch das Trainerteam um Rafik Halim und Florian Gondrum die Entscheidung mittragen und das ist laut Halim zweifelsohne der Fall: „Leon wäre tatsächlich auch unsere Wahl gewesen. Er war auch in der vergangenen Saison schon ein Bindeglied zwischen uns und der Mannschaft und möchte auch gerne Verantwortung übernehmen.“

Neuformierter Mannschaftsrat

Zudem scheue sich der 22-Jährige nicht davor, auch mal mahnende und kritische Worte zu finden. „Er geht auf jeden Fall voran und ist auch außerhalb des Platzes eine starke Persönlichkeit. Deshalb bin ich mir sicher, dass er ein guter Kapitän sein wird“, so Halim.

Auch den übrigen Mannschaftsrat konnten die Spieler zunächst in Eigenregie bestimmen. So werden Sebastian Kruse und Lukas Ziegelmeir in der neuen Spielzeit als Vertreter von Broda die Ämter der Co-Kapitäne bekleiden. Dem Gremium gehören zudem noch Neuzugang Marcel Großkreutz und Domenico Palmieri an.

Letztlich sei es auch nicht ausschlaggebend, betont Broda, wer die Binde trage: „Insbesondere auch unsere älteren Spieler sind natürlich Leute, die auf dem Platz den Mund aufmachen und mit ihrer Erfahrung helfen. Insgesamt sind wir im Vergleich zur Vorsaison ohnehin noch ein Stück enger zusammengewachsen. Das wird uns sicherlich helfen.“

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