Neuer Mut: BVB-Frauen reisen zuversichtlich nach Albstadt

2. Handball-Bundesliga

Auch in dieser Woche blieben die Handball-Frauen von Borussia Dortmund nicht von Hiobsbotschaften verschont. Dann kam der Donnerstag, die Abteilung verkündete die Verpflichtung von Svenja Spriestersbach (29). Endlich eine positive Nachricht.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 28.01.2011, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kira Brandes (r.): Eine eigens angefertigte Einlage für ihren Schuh soll den Fuß schützen.

Kira Brandes (r.): Eine eigens angefertigte Einlage für ihren Schuh soll den Fuß schützen.

Vor dem wichtigen Auswärtsspiel am Samstag beim Schlusslicht HSG Albstadt (Anwurf: 20 Uhr) schöpft der personell gebeutelte Siebte der 2. Bundesliga Süd also neuen Mut – fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Rang 8, der nicht mehr die direkte Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga garantieren würde. Dieser soll noch anwachsen, wenn Borussia Dortmund die beiden Spiele in Albstadt und gegen den Vorletzten Mainz am kommenden Samstag hinter sich hat. Auch da nimmt Wilke kein Blatt vor den Mund: „Das sind Pflichtsiege!“

Samstag um zehn Uhr begibt sich der BVB auf die gut 500 Kilometer in Richtung Schwäbische Alb. Mit im Bus werden auch drei Sorgenkinder sitzen, die in dieser Woche nicht oder nur sporadisch trainieren konnten. Kapitänin Julia Wolf hat nach einem Virus-Infekt sogar einen Kardiologen aufgesucht, der der Linksaußen nun Grünes Licht für einen Einsatz gegeben hat. Zuzana Porvaznikova hat ebenfalls eine Grippe zugesetzt. „Ihr geht es noch nicht so gut“, sagt Wilke. „Sie will aber unbedingt mit dabei sein.“ Dritte angeschlagene Spielerin im Bunde war Rechtsaußen Kira Brandes, der wegen einer entzündeten Blase unter dem Fuß extra eine Schuh-Einlage gefertigt wurde. Brandes konnte schon am Donnerstag normal trainieren.

Mit Spriestersbach im Rückraum verfügt der BVB nach den Ausfällen von Dagmara Kowalska und Natasa Kocevska sowie der Sperre von Steffi Glathe endlich wieder über eine wurfstarke Distanzschützin - ihre Rückkehr sendet auch an die Konkurrenz ein wichtiges Signal. „Unser Spiel“, sagt Wilke, „wird durch Svenni variabler. Wir sind schwerer auszurechnen.“ Das kann gegen einen Gegner, der bei seiner Chancenlosigkeit in der Liga vornehmlich durch ein streng defensives 6-0 mit schnellen Gegenstößen bei Balleroberung setzt, auf keinen Fall schaden. Auf der BVB-Bank sitzen mit Linkshänderin Jana Püntmann, Jessica Denda und Maren Rynas dennoch allein drei Spielerinnen, die wenig Zweitliga-Erfahrung vorweisen können. Passieren darf jetzt nichts mehr.

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