Neuer Oberliga-Coach Tim Schwarz verabschiedet sich mit einem Knall von der „Zweiten“ des ASC

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Sollte es mal einen Fußball-Roman über den ASC 09 Dortmund geben, wäre Tim Schwarz Hauptdarsteller eines besonders ergreifenden Kapitels, das sich kein Autor hätte besser ausdenken können.

Dortmund

, 21.10.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fest stand vor dem Sonntag, dass es beim VfR Kirchlinde seine letzte Partie als Spielertrainer des ASC 09 Dortmund 2 in der Kreisliga sein sollte. Schwarz übernimmt bekanntlich am Montag (21. Oktober) die Verantwortung für das Oberligateam.

„Das Highlight des Tages“

1:1 stand es in der 90. Minute im vorläufigen Abschiedsspiel des Torjägers, der bis dahin 14 Treffer erzielt hatte und mit seinem Team an der Tabellenspitze rangiert. Die Kirchlinder standen an diesem Sonntag stabil. Doch Schwarz erhielt den Ball. Und er machte das, was er neben seiner Tätigkeit als Coach am besten kann: er traf! Mit dem 2:1 in der Schlussphase verabschiedete sich von seinem Team, bevor es gemeinsam zum Griechen ging.

„Das war natürlich das Highlight des Tages. So zu gehen mit einem Tor in der letzten Minute des Spiels“, erklärte Schwarz. „Irgendwie kam der Ball zu mir. Und ich habe einfach mal draufgehalten.“ Und so feierten die Mitspieler nach dem knappen Sieg „gegen einen echt guten Gegner“ ihren Tim und dessen 15. Saisontor.

Steindor wird Verantwortung übernehmen

Wie es für sie weitergeht, erläuterte der Sportliche Leiter Dominik Altfeld, denn der Wechsel bedeutet für den Spitzenreiter der Kreisliga A1 natürlich auch, dass er ab sofort seinen Coach ersetzen muss.

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Altfeld erläutert: „David Steindor, der schon im Trainerstab war, wird als Coach noch mehr Verantwortung übernehmen. Ich als Sportlicher Leiter bin ab sofort noch präsenter und unterstütze David wie unser Co-Trainer Roland Wedemann noch mehr. Wir lösen das also intern.“

Beste Wünsche für Schwarz

Altfeld ist sicher, dass die Mannschaft diese Konstellation mitträgt: „Das Team um unseren Kapitän Sebastian Schrage, der auch noch mehr Verantwortung übernimmt, ist 1A, hat einen Super-Charakter und behält unser Ziel im Auge.“

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Altfeld gibt seinem Ex-Trainer und guten Freund die besten Wünsche mit: „Wir hatten uns im Verein natürlich auch vorher schon mal ‚Was wäre, wenn‘-Gedanken gemacht. Daher sind wir auch nicht völlig unvorbereitet. Dass wir als Zweite Mannschaft die Erste unterstützen, war immer klar. Ich freue mich für Tim, dass er diese Chance erhält und sich jetzt auch in der Oberliga als Trainer beweisen darf.“

Mannschaft kommt ohne Schwarz klar

Und Schwarz ist sich sicher, dass seine alte Mannschaft in der Erfolgsspur bleibt: „Ich sehe gar nichts, was auf einen Einbruch hindeutet. Ich denke, dass wir auf dem Platz sogar für unsere Gegner schwieriger ausrechenbar sind, weil sie sich nicht mehr auf mich fokussieren. Diese Mannschaft auf und außerhalb des Platzes ist so gut aufgestellt, dass sie ohne mich klarkommt.“

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Sein neues Amt bei der Ersten bedeute alles andere als „aus den Augen, aus dem Sinn“. Schwarz sagt: „Ich bleibe den Jungs schon alleine deswegen verbunden, weil ich viele Freunde in der Mannschaft habe. Ich verfolge ihren Weg aber ohnehin ganz genau. Momentan ist natürlich auch Wehmut dabei. Schließlich haben wir in zweieinhalb Jahren gemeinsam einiges aufgebaut.“

Bilanz im Winter

Und es sei ja auch nicht in Stein gemeißelt, dass sein so schöner Abschied endgültig sein muss. „Im Winter werden der Verein und ich uns zusammensetzen und bilanzieren, wie es mit der ersten Mannschaft gelaufen ist. Sollten wir zum Schluss kommen, dass wir da anders weitermachen, gehe ich gerne zu meiner zweiten Mannschaft zurück.“

Aber eigentlich sehen in Aplerbeck, so gut sich auch mit einer eventuell dann gewollten Rückkehr in die Zweite Mannschaft der Rahmen des Buches vorläufig schließen ließe, Schwarz, lieber als neuen Erfolgscoach in der Oberliga.

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