Nur 48 Stunden: Brünninghausens Sahin Kösecik kämpft gegen die Zeit

rnFußball-Oberliga Westfalen

Fünf Spiele bleiben Brünninghausen noch, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Sahin Kösecik würde gerne dabei helfen, muss am Sonntag gegen Erndtebrück aber womöglich hilflos zusehen.

Dortmund

, 04.05.2019, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als sich Sahin Kösecik am Freitagabend auf den Weg zum Training machte, begleitete ihn mal wieder eine große Portion Ungewissheit. Sein Sprunggelenk hatte sich am Tag zuvor erneut gemeldet.

Nach einem Pressschlag mit Florian Gondum im Training war der Knöchel des rechten Fußes angeschwollen, und die Schmerzen ließen eine weitere Teilnahme des Mittelfeldspielers des FC Brünninghausen an den verbleibenden Übungseinheiten nicht mehr zu. Dem 21-jährigen Pechvogel droht – wie schon so oft in seiner noch jungen Karriere – eine Zwangspause.

Kösecik hatte erst am vergangenen Sonntag beim 2:2 gegen Sprockhövel sechs Wochen nach seinem doppelten Bänderriss sein Comeback gegeben. Jetzt kämpft der Allrounder gegen die Zeit. Er sagt: „Ich werde alles dafür tun, um am Sonntag gegen Erndtebrück dabei sein zu können. Mir bleiben knapp 48 Stunden. Da gebe ich die Hoffnung nicht auf.“ Denn nur an der Seitenlinie zu stehen und nicht auf dem Platz mithelfen zu können, „sei schon extrem frustrierend“.

Brünninghausen will mit Erndtebrück gleichziehen

Beim FC Brünninghausen wollen sie eben alle mithelfen, egal ob nun fit oder auch nicht, den drohenden Abstieg aus der Fußball-Oberliga zu vermeiden. „Ich brauche niemanden bei uns darauf hinzuweisen, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagt Maximilian Borchmann, Trainer des Fußball-Oberligisten, mit Blick auf die Partie gegen TuS Erndtebrück am Sonntag. (15 Uhr, Am Hombruchsfeld 71, 44225 Dortmund). „Jedem ist klar, worum es geht.“

Dem FCB, mit 31 Zählern derzeit auf Platz 15 beheimatet, bietet sich die Möglichkeit, zumindest nach Punkten mit dem Tabellennachbarn aus Erndtebrück (34) gleichzuziehen. „Das ist unser Ziel“, sagt Borchmann, der den Gästen mit einer Menge Respekt begegnet.

Seit Michael Müller Mitte April das Traineramt von Ivan Markow übernommen hat, holte der TuS fünf Punkte aus drei Spielen. „Sie verteidigen sehr hoch und agieren mutig gegen den Ball“, sagt Borchmann. „Sie haben ohnehin nur noch wenig zu tun mit der Mannschaft aus der Hinrunde, spielen jetzt viel besser Fußball.“ Wichtig werde es, „die richtige Balance zwischen Ballbesitz und Umschaltmomenten zu finden“, so der Trainer.

Sahin Kösecik: „Es geht um den Verein“

Damals gewann der FCB mit 3:2. Und damit könnte der Oberligist aus Dortmund auch diesmal gut leben. „Wir werden alles dafür geben“, sagt Kösecik und betont: „Am Sonntag geht es in erster Linie um den FC Brünninghausen.“ Das wüssten sie alle. „Denn wenn der Verein absteigt, dann steigt man auch persönlich ab.“ Borchmann will, trotz aller Personalprobleme, derweil kein Risiko bei seinem Sorgenkind eingehen. „Sahin will unbedingt spielen. Aber nur weil der Kopf will, heißt das nicht, dass auch der Körper mitspielt.“

Ein Ausfall des 21-Jährigen würde die ohnehin schon angespannte Personalsituation beim FCB noch einmal verschärfen. Neben dem weiterhin verletzten Tim Dudda fehlen Sebastian Schröder und Sebastian Kruse gelbgesperrt. Sebastian Lötters muss nach seiner Gelb-Roten Karte in Sprockhövel ebenfalls ein Spiel pausieren.

„Das ist brutal. Und richtig bitter“, sagt Borchmann. Zumal auch Mert Sahin noch nicht wieder so weit ist, über die vollen 90 Minuten zu gehen. Aber vielleicht wird ja Sahin Kösecik doch noch rechtzeitig fit. Auch wenn der sagt: „Die Ausfälle dürfen kein Alibi sein. Wir müssen gewinnen.“

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