Oberliga ist „immens wichtig“: Welche Auswirkungen hätte ein Abstieg auf den ASC 09?

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Sieben Punkte trennen den ASC 09 von einem Abstiegsplatz. Der Sportliche Leiter Samir Habibovic glaubt allerdings nicht an einen Abstieg. Für seinen Optimismus nennt er mehrere Gründe.

Dortmund

, 15.02.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der vergangenen Saison hätte es für den ASC 09 Dortmund fast für den Aufstieg in die Regionalliga gereicht. Nach einer verkorksten Hinrunde haben sich die Aplerbecker nun jedoch im unteren Tabellenmittelfeld wiedergefunden. Der Blick geht auch auf die Abstiegsplätze. Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des Oberligisten, glaubt allerdings nicht an einen möglichen Abstieg. Dafür nennt er gleich mehrere Gründe.

Sieben Punkte trennen den ASC von einem Abstiegsplatz. Dass der Klub in der Oberliga bleibt, sei „immens wichtig“, sagt Samir Habibovic. Im Dortmunder Amateurbereich ist sein Verein der am zweithöchsten spielende, nur die U23 des BVB spielt noch eine Liga höher. „Wir wollen weiterhin das Aushängeschild im Amateurbereich“ sein, erklärt Haibbovic.

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Ändern würde sich bei einem Abstieg für den Verein allerdings nichts - zumindest vorerst. „Finanziell würde sich nichts verändern“, sagt er. Und auch personell hat der Oberligist vorgesorgt: Bereits mit 14 Spielern wurde verlängert, darunter war auch der im vergangenen Sommer viel umworbene Stürmer Maximilian Podehl. Er habe seinen Spielern von Anfang an klar mitgeteilt, dass er nur mit denjenigen verlängern werde, die auch bereit wären, mit dem Verein nach einem Abstieg in der Westfalenliga zu spielen, stellt Habibovic klar. Es habe allerdings auch keinen Spieler gegeben, der nur für die Oberliga verlängern wollte.

Viele Spieler des ASC 09 Dortmund kennen den Abstiegskampf schon

Bei einem möglichen Abstieg könne es für den Verein jedoch in Zukunft schwieriger werden, Sponsoren zu finden, erklärt er. Denn in der Westfalenliga gäbe es plötzlich mehr Konkurrenz aus dem Dortmunder Raum. Unter anderem vom FC Brünninghausen, der in der vergangenen Saison in die sechsthöchste Spielklasse abstieg. „Für neue Sponsoren ist die Oberliga wichtig“, mahnt Samir Habibovic. Die Liga sei ein Alleinstellungsmerkmal, „das wollen wir behalten“.

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An einen Abstieg glaubt er aber ohnehin nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe. „Wir sind eine echte Einheit“, sagt er. Außerdem würden viele Spieler den Abstiegskampf bereits kennen. Nach seinem Aufstieg in die Oberliga ging es für den ASC erst mal um den Klassenerhalt. Erst in der vierten Spielzeit, der Saison 2017/18, etablierte sich das Team in der Spitzengruppe der Liga, wurde zweimal hintereinander Dritter.

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Was auch für den Klassenerhalt spreche: die Ausgeglichenheit der Liga. „Wir haben 20 Punkte, dafür müssen wir uns nicht schämen“, sagt er. Die sieben Punkte, die den ASC von einem Abstiegsplatz trennen, trennen den Klub auch von den Teams, die auf den Plätzen vier bis sieben stehen.

Samir Habibovic hat „einen zu großen Kader geholt“

Daher müsse man auch „die Kirche im Dorf lassen“. Und diese sieben Punkte sind auch ein weiterer Aspekt, die den Sportlichen Leiter optimistisch stimmen. „Wir haben sieben Punkte mehr“ als der TuS Erndtebrück, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht, sagt er und lacht. „Ich gehe fest davon aus, dass wir es schaffen.“

Seine bisherige Arbeit in dieser Spielzeit bewertet er derweil durchaus kritisch. „Ich habe einen zu großen Kader geholt“, gibt Habibovic. Auch habe er wieder - wie schon in der Vergangenheit und passend zur Vereinsphilosophie - viele junge Spieler geholt. Das sei in dieser Saison letztendlich „zu viel“ gewesen. Mit 28 Feldspielern ging der Oberligist in die Saison.

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Nun sind es nur noch 19. Neben vielen Abgängen konnte der Klub unter anderem mit Regionalliga-Rückkehrer Jan-Patrick Friedrich und dem oberliga- und regionalliga-erfahrenen Robin Hoffmann hochkarätige Neuzugänge verpflichten. Zudem würden einige Spieler, die zuletzt ausfielen, bald wieder fit werden, sagt er. Ein weiterer Grund dafür, dass Habibovic fest daran glaubt, dass sein Team die Klasse halten wird.

Erstes Ligaspiel 2020

  • Nach der Spielabsage am vergangenen Wochenende trifft der ASC am Wochenende (Sonntag, 15.30 Uhr, Schweizer Allee 29a, Dortmund) auf die TSG Sprockhövel.
  • Beide Teams trennen nur zwei Punkte. Mit einem Sieg könnte der ASC sich noch etwas mehr Luft verschaffen.
  • Dass sein Team direkt gegen einen Tabellennachbarn spielt, stört Samir Habibovic nicht. „Wir nehmen es so wie es kommt, wir müssen punkten“, sagt er.
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