OSC allein an der Spitze - Brechten und Dorstfeld souverän

Handball

Fast komplett ohne Anlaufschwierigkeiten fanden Dortmunds ranghöchste Männerteams in der Verbands- und Landesliga nach der Pause über die Herbstferien am Wochenende mit fünf Siegen aus sechs Partien in den Spielbetrieb zurück.

DORTMUND

, 21.10.2015, 18:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vier wichtige Treffer für den OSC: Sebastian Kreft überzeugte in Eiserfeld. Foto: Ludewig

Vier wichtige Treffer für den OSC: Sebastian Kreft überzeugte in Eiserfeld. Foto: Ludewig

Für das herausragende Resultat sorgte der Verbandsligist OSC Dortmund. Dank des beeindruckenden 27:25-Triumphes im Spitzenspiel beim hochgehandelten Meisterschaftsfavoriten RSVE Eiserfeld sicherte sich das Team von Trainer Thorsten Stoschek am fünften Spieltag weiter verlustpunktfrei die alleinige Tabellenführung.

Anhaltende Personalsorgen

Die Rotweißen überzeugten trotz anhaltender Personalsorgen, diesmal wurden neben dem Langzeitverletzten Andre Bekston die Ausfälle von Philipp Schürmann, Florian Edeling und Anouar Fritzenwanker kompensiert, mit einer herausragenden Abwehrleistung. Den mannschaftlich geschlossenen Auftritt begleiteten Abgeklärtheit und Routine.

Mit als Impulsgeber nach Fersensporn-Operation und langer Pause entpuppte sich Sebastian Kreft. Dem ungeplanten Kurz-Comeback in Haltern/Sythen folgte diesmal ein längerer Einsatz mit vier wichtigen Treffern. Dazwischen lag für den Spielmacher ein zehntägiges berufliches Engagement in Bangkok. Dem folgt nun eine achtwöchige Verpflichtung in Denver in den USA. Dem OSC wird Kreft erst wieder nach dem Jahreswechsel zur Verfügung stehen.

Noch kein Titelkandidat 

Ungeachtet dessen leitet Stoschek aus dem momentanen sportlichen Höhenflug noch nicht die Rolle eines Titelkandidaten für seine Schützlinge ab: „Wenn wir nach den nächsten beiden schweren Aufgaben gegen Westerholt und in Bergkamen immer noch dastehen wo wir jetzt stehen, könnte man einen Gedanken daran verschwenden.“

In der Landesliga-Staffel 3 entledigten sich der TV Brechten und der ATV Dorstfeld ihrer Heimaufgaben mit großer Souveränität. Der TVB fertigte beim ersten Heimsieg den Aufsteiger Hammer SC 33:23 ab. Trainer Thomas Körber freute sich über Platz vier mit nun 6:4 Zählern und die fortschreitende Integration der Nachwuchskräfte Leon Fülber und Tim Dittrich. Probleme personeller Art plagen ihn derzeit nicht.

ATV im grünen Bereich

Ebenfalls im grünen Bereich sieht Coach Carsten Hergert seine Mannschaft vom Aufsteiger aus Dorstfeld. Der starke ATV deklassierte den TuS Hattingen 2 mit 30:21, schob sich vor auf Rang drei (6:2 Punkte), wobei das Nachholspiel in Heeren-Werve (21. November) noch aussteht.

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In der Landesliga-Staffel 4 marschiert vom Dortmunder Trio der TuS Westfalia Hombruch vorneweg. Weiter ungeschlagen und mit 9:1 Punkten bleibt die Sieben um Trainer Marc Lauritsch nach dem problemlosen 26:17-Start-Ziel-Sieg über die HSG Lüdenscheid dem Spitzenreiter und Topfavoriten SG Schalksmühle-Halver 2 auf den Fersen. Der bisherige Saisonverlauf stellt den Coach absolut zufrieden.

Westfalia muss Nachweis erbringen

Die Westfalia wird den Nachweis einer Spitzenmannschaft in den noch ausstehenden Vergleichen mit dem Tabellenführer, TV Halingen und TV Schwitten erbringen müssen. Sorgen bereiten derzeit Konstantin Blank, der wegen eines Bänderrisses länger ausfällt, und Denis Volmer (Muskelfaserriss).

Während sich der sorgenfreie TuS Wellinghofen dank des ungefährdeten 30:25 über Warstein als erster Verfolger des Spitzenquartetts eingerichtet hat, bereitet einzig Verbandsliga-Absteiger TuS Borussia Höchsten Sorgen. Dem vielversprechenden Auftakterfolg bei der HSG Schwerte/Westhofen folgten vier, teils durch große personelle Schwierigkeiten bedingte Niederlagen.

Höchsten muss punkten

Zuletzt beim 25:28 in Schwitten musste Trainer Tobias Genau zumindest „nur noch“ auf Dominik Sürig und Philipp Jörres verzichten. Die zwei Höchstener Rückraumspieler werden auch im nächsten richtungsweisenden Heimspiel gegen den Aufsteiger DJK Bösperde fehlen. Dennoch muss in der Partie für Genau ohne Wenn und Aber doppelt gepunktet werden. Anderenfalls brechen für die Borussen schon wieder schwere Zeiten an. 

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