OSC Freitag im Derby gegen ATV

Handball-Verbandsliga

In heimischer Umgebung wollen der OSC gegen den Nachbarn aus Dorstfeld und Höchsten gegen Gevelsberg/Silschede ihre Positionen in der Spitzengruppe am siebten Spieltag festigen. Westfalia Hombruch muss sich in Lüdenscheid behaupten.

DORTMUND

von Von Peter Ludewig

, 10.11.2011, 19:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Derby ist für OSC-Rückraumspieler Philipp Lemke keine alltägliche Partie. In der Jugend des ATV Dorstfeld erlernte der Linkshänder das Handballspiel.

Das Derby ist für OSC-Rückraumspieler Philipp Lemke keine alltägliche Partie. In der Jugend des ATV Dorstfeld erlernte der Linkshänder das Handballspiel.

Daran lässt auch Trainer Thorsten Stoschek keine einschränkenden Zweifel aufkommen: „Das Feld ist von der Spielplankonstellation her für uns bestellt. Wir müssen nun ernten und richten dabei unsere ganze Konzentration immer nur auf die nächste anstehende Aufgabe. Bei allem Respekt vor dem ATV ist ein Sieg Pflicht.“ Ohne personelle Sorgen fordert Stoschek von seinem Team vergleichbare Leistungen wie bei den letzten klaren und überzeugenden Heimsiegen über PSV Recklinghausen und die HSG Lüdenscheid. „Nach dem unsäglichen letzten Auftritt gegen Schwitten wollen wir wieder vernünftig Handball spielen und den OSC so lange wie möglich ärgern“, verschwendet Trainer Rüdiger Edeling im Vorfeld keinen Gedanken an eine Sensation. Neben dem Langzeitverletzten Moritz Fuß und dem beruflich verhinderten Torwart Tassilo Schneider stehen dicke Fragezeichen hinter den Einsätzen von Tobias Albowitz und Mario Börsch.

– Nach der ersten Saisonniederlage mit 28:35 im Spitzenspiel beim HSC Eintracht Recklinghausen vergangenen Freitag geriet die taktische Defensivausrichtung der Höchstener als denkbarer Auslöser in die Kritik. Die extrem offensive Abwehr griff gegen die gut geschulten Gastgeber bis zur Pause beim Stand von 9:19 nicht wirklich.

Das allein war aber keinesfalls ausschlaggebend. Zudem ließ auch der Angriff vor dem Wechsel jegliche Durchschlagskraft vermissen. Von daher sieht Trainer Carsten Hergert überhaupt keine Veranlassung, seine Handball-Philosophie vor dem nächsten Topspiel gegen den großen Vorab-Favoriten am Sonntag um 18 Uhr in Wellinghofen auf den Kopf zu stellen: „Wir praktizieren die offene Deckung seit drei Jahren, sind damit aufgestiegen, haben damit in der letzten Saison und auch in dieser für viel Furore gesorgt. Von daher wird sie auch weiterhin unser Spiel schwerpunktmäßig begleiten und hoffentlich schon gegen Gevelsberg/Silschede wieder zum Erfolg führen.“  Nach der Rückkehr von Matthias Wittland ist bei den Borussen Bestbesetzung angesagt.

– Hombruchs Trainer Kai Ruben warnt vor dem Gastspiel am Sonntag um 17.30 Uhr im Sauerland, die letzte 22:34-Klatsche der Gastgeber beim OSC als Maßstab zu nehmen: „Davon darf man sich nicht blenden lassen. In eigener Halle hat Lüdenscheid immerhin die Mitfavoriten Volmetal und Gevelsberg geschlagen, tritt mit den Routiniers Fath und Voss ganz anders als auswärts auf.“ Ruben selbst ist privat verhindert. Gespann-Partner Jörn Uhrmeister kann bis auf den weiter verletzten Kevin Bekel die stärkste Formation aufbieten.

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