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Fast sechs Tore pro Spiel schießt Türkspor in der Kreisliga A1. Das Sturmduo Ozan Bektas und Samir Zulfic sowie Soner Demir sprechen über ihre bärenstarke Offensive und ganz spezielle Wetten.

Eving

, 11.10.2018 / Lesedauer: 4 min

Als Aufsteiger geht es meistens nur darum, die Klasse zu halten. Bei Türkspor Dortmund ist das jedoch ein wenig anders. Kaum angekommen in der Kreisliga A1, steht der Verein aus Eving schon wieder an der Tabellenspitze. Acht der bisherigen neun Spiele wurden siegreich bestritten, nur eins ging verloren. Besonders überzeugend ist dabei die Offensive, um Ozan Bektas (23) und Samir Zulfic (34). Bektas hat schon 18 Tore erzielt, Zulfic 17 – zusammen trafen die beiden also genauso häufig wie der Zweite Westfalia Huckarde.

„Ich bin einfach eiskalt vor dem Tor, wenn ich die Bälle bekomme, dann mache ich die auch rein“, sagt Bektas selbstbewusst. Schon beim Aufstieg in die Kreisliga A schoss er 70 Tore. Nun, eine Liga höher, sei es „schon anstrengender, aber mit dem Toreschießen klappt es. Ich hoffe, es geht so weiter.“ Eine Erklärung für den sportlichen Höhenflug liegt in den getätigten Transfers. Die waren laut Bektas „richtig gut. Jede Position ist doppelt besetzt.“

Ozan Bektas, Samir Zulfic und Soner Demir verraten das Erfolgsrezept von Türkspor Dortmund

Vergangene Saison 70 Treffer, nun schon wieder 18: Ozan Bektas. © Stephan Schuetze

Einer dieser neuen ist auch Zulfic, Sturmpartner von Bektas. „Er ist sehr erfahren und stark vor dem Tor“, lobt Bektas, der wie Zulfic auch, schon bei Borussia Dortmund in der Jugend gespielt hat. Zulfic selbst beschreibt sich als „klassischen Mittelstürmer. Der Sechzehner ist mein Revier. “Weil er mit seinen 34 Jahren im fußballerischen Sinn schon etwas älter ist, sei er froh darüber, mit Ozan einen „zielstrebigen“ Mann an seiner Seite zu haben. „Das kommt mir zu Gute. Wir verstehen uns blind. Er läuft auch ein paar Meter mehr für mich mit“, so Zulfic.

Torwetten gibt es nur im Training

Die Entscheidung für Türkspor, Trainer Tomislav Nikolic und somit die Kreisliga A sei ihm nicht schwergefallen. Die geringere Belastung mit zwei statt drei Mal Training in der Woche und gute Gespräche mit dem Verein, der „vorgestellt hat, was er vor hat und welche Spieler dazukommen werden“, haben den Ausschlag für seinen Wechsel vom TuS Hannibal gegeben.

Ozan Bektas, Samir Zulfic und Soner Demir verraten das Erfolgsrezept von Türkspor Dortmund

Erst Hannibal, nun Türkspor: Samir Zulfic (links). © Dan Laryea

Eine Wette, wer am Ende mehr Tore erzielt hat, gibt es zwischen den Scharfschützen aber nicht. „Es ist nicht so, dass ich unbedingt vor Ozan stehen muss. Ich gönne ihm jedes Tor“, zeigt sich Zulfic bescheiden. Und auch Bektas betont: „Es ist ein Mannschaftssport. Wer die Tore macht, ist da egal“. Anders sieht das im Training aus. Da stellt sich Bektas gerne der Herausforderung, wer mehr Tore schießt. Allerdings nicht mit Zulfic, sondern mit Soner Demir (22), eigentlich der linke Verteidiger im Team. Meistens gewinnt dabei überraschenderweise der Abwehrspieler. „Er hat einen Tigerschuss“, sagt Bektas lachend, der als Wettschulden seinem Freund daher regelmäßig „eine Dose Red Bull“ schuldet.

Demir, für den bei Türkspor „finanziell und sportlich“ alles passt, spielt nicht nur im Training eine wichtige Rolle. Der Außenverteidiger hat mit seinem Offensivdrang schon so einige Tore vorbereitet.

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Ozan Bektas und Soner Demir im RN-Talk

Vor allem das Zusammenspiel mit Bektas klappe hervorragend. „Wenn ich nach vorne rücke, weiß ich, wo er steht. Dabei war Ozan früher Sechser und gar kein Offensivspieler. Aber er hat einfach einen brutalen Torinstinkt“, sagt Demir, der bei Türkspor auch in die Kaderplanung eingebunden ist. So sind Bektas, wie auch Alihan Kurgan (alle drei kickten schon in der beim ASC 09 in der Oberliga) durch seine Kontakte nach Eving gekommen. In der vergangenen Saison sei es „fast die halbe Mannschaft“ gewesen.

Ozan Bektas, Samir Zulfic und Soner Demir verraten das Erfolgsrezept von Türkspor Dortmund

Hat schon mehrere Spieler zu Türkspor gelockt: Soner Demir. © Stephan Schuetze

In den Vordergrund will er sich aber nicht stellen. Vielmehr betont er den Zusammenhalt im Klub: „Der Verein steht vollkommen hinter uns. Fünf bis sechs Leute vom Vorstand sind bei jedem Training dabei, bei den Spielen sowieso.“

Das Ziel ist es, oben mitzuspielen

Auch wenn laut Demir der Ball „erst einmal Flach gehalten werden soll“, schielt Türkspor darauf, oben mitzuspielen. Als ärgste Konkurrenten werden Westfalia Huckarde und Rot-Weiß Germania genannt. Huckardes Trainer Marcel Greig findet, dass Türkspor mit „guten Einzelspielern bestückt ist. Die stehen nicht zu Unrecht da oben. Aber auch uns muss man erst mal schlagen, bisher haben wir noch nicht verloren.“

Das Duell zwischen Türkspor und Huckarde lässt noch auf sich warten, gegen Germania gab es für Türkspor hingegen die bisher einzige Niederlage der Saison – welche mit 1:5 gleich richtig deftig ausfiel. Bektas gibt zu, dass die Mannschaft Germania da „ein bisschen unterschätzt“ habe. „Da hat nicht viel zusammengepasst, das hat man schon beim Aufwärmen gemerkt.“ Dennoch: „Am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden. Wir sind oben dabei und wollen versuchen, uns da zu halten“, schickt Zulfic eine Kampfansage an die Liga.

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