BVB-U19 spielt gegen ASC 09 Dortmund und der FC Recklinghausen wird bestraft

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Nach dem Spiel der Bundesliga-A-Junioren von Borussia Dortmund gegen den ASC 09 Dortmund ist der FC 96 Recklinghausen als Ausrichter zu einer Strafe verdonnert worden. Der Grund ist umstritten.

Dortmund

, 06.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war bislang einer der Höhepunkte der Saisonvorbereitung. Jetzt gehen die letztlich zwei Testspiele der BVB-U19 gegen den Oberligisten ASC 09 Dortmund in eine juristische Verlängerung.

Die Ursache: Ausrichter FC 96 Recklinghausen wurde eine Geldstrafe aufgebrummt. Gegen diese hat der Verein jetzt allerdings Einspruch eingelegt. Bereits direkt am Spieltag sorgte ein Umstand für Verwunderung, denn: Ursprünglich war die Begegnung am 25. Juli als ein 90-minütiges Testspiel geplant. Tatsächlich wurde diese Vereinbarung allerdings kurzfristig geändert. So absolvierten die Teams schlussendlich zwei separate Partien mit verkürzter Spielzeit.

Diskussion um Wechselmöglichkeiten

Doch weshalb die spontane Änderung? Die Teilung des Testspiels in zwei zeitlich getrennte Begegnungen hing mit der Coronaschutzverordnung zusammen. Die aktuelle Fassung besagt, dass lediglich 30 Personen gemeinsam Sport treiben dürfen. Diese Regelung sorgte bereits im Juli für einige Diskussionen.

Mittlerweile ist klar: Zu diesen 30 Personen zählen alle Akteure, die am unmittelbaren Spielbetrieb teilnehmen. Das heißt, dass beim Fußball zusätzlich zu den jeweils elf Spielern in der Startformation lediglich weitere vier Auswechselspieler pro Mannschaft erlaubt sind.

Für die BVB-Junioren augenscheinlich zu wenige Wechseloptionen. Um weiteren Akteuren Spielzeit zu ermöglichen, wurden aus der ursprünglichen Begegnung zwei kürzere Testspiele gemacht. Dazwischen lag eine einstündige Pause.

BVB wechselt komplette Mannschaft

Während der BVB-Nachwuchs im zweiten Testspiel gegen den ASC in der Folge beinahe die komplette Mannschaft austauschte, liefen bei den Aplerbeckern allerdings mehrere Spieler auf, die bereits im ersten Abschnitt auf dem Rasen standen. Ein Verstoß gegen die Infektionsschutzregeln - so notierte es der Schiedsrichter anschließend im Spielberichtsbogen.

Als mutmaßliche Konsequenz dafür wurde der FC 96 Recklinghausen als Ausrichter der Partie vom zuständigen Kreis zu einer Geldstrafe von 150 Euro verdonnert. Für den 2. Vorsitzenden des Vereins Gerrit Haug ein unverständliches Vorgehen: „Wir haben am Montag gegen diese Strafe Einspruch eingelegt. Wir verstehen nicht, weshalb wir dafür aufkommen müssen. Die Entscheidung hat uns deshalb natürlich überrascht.“

Auf Wunsch des BVB habe man die Begegnung am Samstagvormittag kurzfristig zweigeteilt. „Insgesamt ist die ganze Situation natürlich sehr unglücklich gelaufen. Jetzt müssen wir zunächst abwarten, wie mit unserem Einspruch umgegangen wird“, betont Haug.

ASC hatte nicht genügend Spieler zur Verfügung

Ähnlich äußert sich Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC 09 Dortmund. Vor allem das Durcheinander bei der Auslegung der 30-Personen-Regel habe zu Unklarheiten geführt: „Es wurde in der ganzen Woche vor dem Spiel diskutiert, wie viele Spieler denn jetzt eingewechselt werden dürfen. Erst am Freitag gab es diesbezüglich dann eine offizielle Nachricht.“

Dem ASC hätten zudem am Samstag gar nicht ausreichend Spieler zur Verfügung gestanden, um mit zwei unterschiedlichen Mannschaften auflaufen zu können.

Zweites Testspiel scheinbar nicht angemeldet

Beim BVB vermutet man unterdessen eine andere Ursache für das Bußgeld. Laut einem Sprecher habe man sich insgesamt an alle notwendigen Regeln gehalten. Deshalb sei vermutlich der Umstand, dass das zweite Testspiel nicht offiziell angemeldet wurde, der Grund für die ausgesprochene Strafe.

Wie mit dem Einspruch umgegangen und ob Recklinghausen tatsächlich zur Kasse gebeten wird, entscheidet sich somit voraussichtlich in den kommenden Tagen. Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels war vom zuständigen Fußballkreis Recklinghausen keine Stellungnahme zu erhalten.

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