Pit Richarz - ein Urgestein sagt "Servus"

32. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Bei der Auslosungsveranstaltung der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gab es vom Kreisvorsitzenden Jürgen Grondziewski Blumen und anerkennende Worte für Klaus-Peter Richarz. Und die hat sich der langjährige Funktionär auch redlich verdient. Nach 43 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit verabschiedet sich "Pit" in den Ruhestand.

von Udo Stark

DORTMUND

, 27.12.2015, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Blumen zum Abschied: Pit Richarz (l.) scheidet nach der 32. Auflage aus dem Organisationsstab aus. Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski sagt "Danke".

Blumen zum Abschied: Pit Richarz (l.) scheidet nach der 32. Auflage aus dem Organisationsstab aus. Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski sagt "Danke".

Die 32. Auflage des Dortmunder Budenzaubers in diesem Winter wird die letzte sein, die er in offizieller Mission begleitet. Pit Richarz - eine Institution im Dortmunder Fußball. Die Liste der Ämter, die er in all den Jahren bekleidete, ist lang. 

1962 begonnen

Begonnen hatte er als Schiedsrichter für die Betriebssport-Gemeinschaft seines damaligen Arbeitgebers, der Berufsfeuerwehr. Von 1962 bis 1987 betätigte er sich als Spielleiter, 1983 dann sein Einstand auf der Funktionärsbühne als Geschäftsführer der Kreis-Schiedsrichtervereinigung. Den Job machte er bis 1989, war danach 15 Jahre Schiedsrichter-Obmann des Kreises, von 2004 bis 2010 Kreis-Geschäftsführer, von 2010 bis 2014 Vorsitzender des Fußball-Ausschusses.

In all den Jahren war er der Stadtmeisterschaft eng verbunden und bis heute in engster Absprache mit dem jeweiligen Kreisvorsitzenden - zuerst Hans Kather, dann Manfred Knipping und jetzt Jürgen Grondziewski - mit Organisation und Planung des Dortmunder Hallen-Spektakels betraut. Gerne erinnert er sich noch an die Anfangsjahre, die er selbst noch als aktiver „Schwarzkittel“ erlebte. „Wir Schiedsrichter“, sagt er heute im Rückblick, „waren von Beginn an Feuer und Flamme für dieses Turnier. Das war was Neues, die Leute waren begeistert, die Resonanz riesig. Da wollte jeder Schiedsrichter hin.“

"Von Anfang an ein Publikumsrenner"

Die Skepsis, mit denen der damalige Kreisvorstand dieser Meisterschaft zuallererst begegnet war (um dann aber seine Meinung und Einstellung rasch grundlegend zu ändern), hatte Pit Richarz nie geteilt: „Das war von Anfang an ein Publikumsrenner. Uns war daher klar, dass dieses Turnier ein Selbstläufer werden würde. Wobei damals natürlich noch niemand ahnen würde, welche Ausmaße dieses Event im Laufe der Zeit nehmen sollte.“

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Der Wechsel von der Halle Wellinghofen, die dem Ansturm der Fans schon lange nicht mehr gewachsen war, in die große Westfalenhalle und der anschließende Umzug in die Helmut-Körnig-Halle bezeichnet Pit Richard als einen Meilenstein: „Das hat die Stadtmeisterschaft nochmals unheimlich aufgewertet. Die Helmut-Körnig-Halle ist heute das Wohnzimmer des Fußballs, die Atmosphäre dort nicht mehr zu steigern.“

Umfangreiches Aufgabengebiet

Doch der Hallenfußball war nur ein Teil seines umfangreichen Aufgabengebiets, wenn auch ein beträchtlicher und sehr zeitintensiver. Die allerschönsten Erinnerungen habe er bis heute an seine Arbeit im Organisationskomitee für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Pit Richarz war mit der Auswahl, Einstellung und Ausbildung der Volunteers im Bereich Sicherheit, Information und Einlasskontrolle sowie deren Einteilung zu den Spielen betraut.

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Daraus wurde bisweilen ein Acht-Stunden-Tag, aber die Zeit mag er nicht missen. Die Eindrücke von damals sind noch immer fest in seinem Kopf verankert: „Es war einfach unglaublich, was man da für Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen kennengelernt hat. Das war die Tätigkeit, die mir in den ganzen Jahren am meisten Spaß gemacht.“

Mitglied des FC Brünninghausen

Pit Richarz, heute Mitglied des Westfalenligisten FC Brünninghausen, ist mit zahlreichen Auszeichnungen dekoriert, Träger aller Ehrennadeln, die es für einen Fußballfunktionär gibt. Jüngst wurde er zum Ehrenmitglied der Schiedsrichtervereinigung ernannt. Seine Kollegen aus dem Fußballkreis, das bestätigt auch Vorsitzender Jürgen Grondziewski, können sich glücklich schätzen, dass er bei Bedarf auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.

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Aufdrängen, versichert er, werde er sich nicht, „aber wenn man meine Hilfe benötigt, bin ich da.“ So oder so wird er der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft stets eng verbunden bleiben - ab dem kommenden Jahr in seiner neuen Rolle als Zuschauer.

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