Platz acht im Viererbob – Dortmunder hadert mit Material

Christopher Weber kehrt ohne Medaille zurück

Während die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gegen Russland noch um Gold kämpfte, stand bei Dortmunds Bob-Anschieber Christopher Weber schon Frustbewältigung auf der Agenda. Für Platz acht gibt es nur eine Erklärung.

DORTMUND

, 26.02.2018, 12:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Enttäuschung nach Platz acht: Christopher Weber (l.) und Bobpilot Johannes Lochner.

Enttäuschung nach Platz acht: Christopher Weber (l.) und Bobpilot Johannes Lochner. © dpa

„Sportlich sind wir gescheitert“, sagt Weber, nachdem er zusammen mit Pilot Johannes Lochner auch im Viererbob an einer Medaille vorbeigefahren war – und dieses Mal deutlich weiter als im Zweierbob, als die beiden Fünfter wurden. Platz acht – die harte Realität im Vierer.

Im Schatten von Francesco Friedrich

Dabei hatten sie sich vorher vor allem hier die größten Chancen auf Edelmetall ausgerechnet. Lochner ist schließlich aktueller Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger. In Pyeongchang stand er – und mit ihm Weber – doch stets im Schatten des alle überragenden Landsmannes Francesco Friedrich, der sowohl im Zweier als auch im Vierer Gold holte.

„Wir können uns das überhaupt nicht erklären“, sagt Weber, „es muss eigentlich am Material liegen, die Starts waren im Rahmen, die Fahrten nicht so schlecht wie am Anfang und trotzdem haben wir ohne Ende Zeit verloren.“

"Ich kann und will so nicht aufhören"

Als verlorene Zeit sieht Weber das Pyeongchang-Abenteuer aber auch ohne Medaille nicht an: „Es war ein total geiles Gefühl hier zu starten und ich kann und will so nicht aufhören. Nächstes Jahr ist die WM in Whistler. Da wollen wir die Niederlage wiedergutmachen.“

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Einen neuen Vertrag mit Lochner habe er zwar noch nicht, ist aber zuversichtlich. Am kommenden Wochenende steht für Weber jedoch erstmal ein familiäres Highlight auf dem Programm: Mama Gabi wird 60. „Ohne meine Eltern hätte ich es nicht zu Olympia geschafft. Sie haben mich geprägt und unterstützt. Ich freue mich auf zu Hause.“

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