Reform könnte Eisadler-Verbleib ermöglichen

Eishockey: Regionalliga West

Nach einem verheißungsvollen Start mit der zwischenzeitlichen Tabellenführung endete die Spielzeit für die Eisadler Dortmund in der Regionalliga West mit der größtmöglichen Enttäuschung und dem sportlichen Abstieg in die Landesliga NRW. Eine mögliche Ligenreform macht dem heimischen Klub jetzt allerdings Hoffnung, doch viertklassig zu bleiben.

DORTMUND

von David Reininghaus

, 30.03.2017, 10:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Reform könnte Eisadler-Verbleib ermöglichen

Noch ist nicht geklärt, ob Roberto Rinke (l.) und die Eisadler in der kommenden Saison den Gang in die Landesliga antreten müssen. Eine Regionalliga, die nur aus NRW-Teams besteht, könnte das Team von der Strobelallee vor dem Abstieg bewahren.

Wie Lothar Grabe im Gespräch mit dieser Zeitung verrät, existieren Pläne, die Liga nur mit Vereinen aus Nordrhein-Westfalen zu besetzen. In der vergangenen Saison spielten in den Luchsen Lauterbach, Bad Nauheim 1b und den Diez-Limburg Rockets drei hessische Teams in der Liga. „Die langen Anreisen haben uns viel Zeit und Geld gekostet. Wir hatten 18 000 Euro an Kosten für das Busunternehmen, die hätte ich gerne anders eingesetzt“, sagt der Präsident der Eisadler. Grabe zufolge plädieren eine „Handvoll Klubs“ wie auch die Eisadler für eine vierte Liga, die nur aus NRW-Teams besteht.  Eine Entscheidung wird auf der Ligentagung im Mai (Termin offen) erwartet.

Scheitern ohne Bedeutung?

Bereits im Vorjahr warb Grabe für seine Idee einer reinen NRW-Liga. „Derzeit sieht es so aus, dass es eine Meldeliga geben wird, bei der sich die Vereine für die Regionalliga melden können. Das würden wir dann tun.“ Die Auf- und Abstiegsregelung wäre ausgehebelt und das Scheitern der Eisadler in den Playdowns an der Soester EG letztlich ohne Bedeutung.

Zieht  man die drei hessischen Vereine ab, verbleiben neun Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen, die auch in der vergangenen Saison in der Regionalliga West aufliefen. Hinzu käm wohl der Landesliga-Meister, die Bergisch Raptors. Wie Grabe in Erfahrung gebracht haben will, wolle das Team aus Solingen aber nur aufsteigen, wenn sich die Regionalliga ausschließlich auf NRW-Klubs beschränke. 

Gespräche mit Schmitz

Unklar ist dieser Tage für die Eisadler nicht nur die Ligazugehörigkeit in der neuen Saison. Auch die Frage, ob Thomas Schmitz weiter als Trainer an der Bande stehen wird, ist noch nicht beantwortet. Am vergangenen Sonntag gab es eine Sitzung, bei der die 19 Gründungsmitglieder die Saison analysierten. Jetzt sollen Gespräche zwischen Schmitz und dem Vorstand folgen.

Grabe kündigte aber ebenfalls Gespräche mit einer „Alternative“ an. Die zwei klaren Niederlagen in den Playdown-Heimspielen gegen Soest (3:5 und 1:7) könnten die Verantwortlichen nachdenklich gestimmt haben. Eine von Grabe ausgelobte Nichtabstiegsprämie für die Spieler half am Ende nicht.

Entscheidung in drei bis vier Wochen

Innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen soll laut Grabe eine Entscheidung fallen. Schmitz möchte gerne Trainer bleiben. „Ich habe mich ja bereits zu dem Verein bekannt. Ein Gespräch mit dem Vorstand hat aber bis jetzt noch nicht stattgefunden. Das müssen wir abwarten“, erklärt der 43-Jährige.

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