Remis gegen Kickers: BVB II erhält Lob vom gegnerischen Trainer

Fußball: Dritte Liga

Die Mannschafts-Schelte, die Stuttgarts Trainer Dirk Schuster nach dem 1:1 seiner Kickers beim BVB II los ließ, war indirekt ein großes Lob für Dortmunds Trainer David Wagner und dessen Team.

DORTMUND

17.09.2012, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB, hier Baykan (r.), ließ den Kickers kaum Raum.

Der BVB, hier Baykan (r.), ließ den Kickers kaum Raum.

„Wir müssen den Kickers mit ihren eigenen Waffen – Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Teamverhalten – entgegentreten“, hatte der BVB-II-Trainer im Vorfeld der Partie gefordert, und sein Team hatte diese Vorgaben erfüllt. Laufstark wurden die Räume für den Gegner so eng gemacht, dass Stuttgarts Manager Guido Buchwald feststellen musste: Spielerisch konnte wir heute nicht das zeigen, was wir uns vorgestellt hatten. Es ist uns nicht gelungen, Torszenen zu kreieren.“ Verbaler Balsam für die zuletzt doch arg strapazierte Borussen-Abwehr, die in den drei Spielen zuvor elf Gegentore hinnehmen musste. Doch diesmal ließ die Innenverteidigung mit Kapitän Florian Hübner und Thomas Meißner, der sich zudem noch als Elfmeterschütze auszeichnete, nicht zu, hatte auch bei Standards, von denen die Schwarzgelben vor allem in der ersten halben Stunde der zweiten Halbzeit allerdings zu viele verursachten, die Lufthoheit.

„In dieser Phase hätten wir mehr Ruhe ins Spiel bringen müssen“, sah Wagner in diesem Punkt Verbesserungsmöglichkeiten. Ebenso wie bei den eigenen Freistößen, die in aussichtsreichsten Situationen kläglich abgeschlossen wurden. Manch BVB-Fan trauerte da einem Marion Vrancic nach. Und hätte nicht Torhüter Mitchell Langerak zum wiederholten Mal in dieser Saison gepatzt, wäre die Borussia auch als Sieger vom Platz gegangen. So war es kein perfekter Neuanfang, aber einer, auf dem sich aufbauen lässt. „Wir haben noch einiges zu arbeiten, und das werden wir tun“, versprach David Wagner vor der kommenden Partie in Unterhaching (Sa./14 Uhr).

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