Routinier Lothar Huber feiert seine Premiere

33. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Ein "alter Hase" freut sich wie ein kleiner Junge. Mit 64 Jahren feiert Lothar Huber seine Premiere bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Jahrelang war der ehemalige BVB-Kapitän gern gesehener Promi-Gast auf den Tribünen der Hallen, jetzt dirigiert er den Westfalenligisten Kirchhörder SC als Trainer ganz nah dran an der Außenlinie.

DORTMUND

, 26.12.2016, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Routinier Lothar Huber feiert seine Premiere

Freut sich auf seine Premiere bei der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: KSC-Trainer Lothar Huber.

"Das werden für mich ganz besondere Tage", sagt der Routinier. "Ich habe das Turnier immer als Zuschauer genossen. Ich bin so gerne hingegangen, weil die Hallen immer voll sind - ob in der Vor-, Zwischen- oder Endrunde. Die Stimmung ist bei uns in Dortmund immer ganz besonders, das hat schon Tradition. Und jetzt zum ersten Mal dabei zu sein, ist auch für mich ganz toll."

"Hallenfußball ist sehr speziell"

Huber selbst nahm nie als Aktiver an diesem Turnier teil, als Trainer arbeitete er immer außerhalb Dortmunds - was seine Leidenschaft für die Stadtmeisterschaft nicht schmälerte. "Ich habe mit dem BVB in der Westfalenhalle gespielt, später auch in der Traditionsmannschaft. Mir hat das immer sehr viel Spaß gemacht. Denn Hallenfußball ist sehr speziell."

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Huber schlägt wieder die gedankliche Brücke zum Dortmunder Turnier: "Die Zuschauer kommen doch, weil sie wissen, dass jeder jeden schlagen kann. Auch ein Kreisligist hat gute Chancen. Jede Mannschaft hat mehrere gute Hallenspieler. Das ermöglicht Überraschungen."

Zuschauer halten zu den Außenseitern

Das heißt für Huber: "Auch wir Westfalenligisten, aber selbst die Oberligisten können sich nie ganz sicher sein, sehr weit zu kommen. Wenn du da einmal nicht aufpasst und der Gegner, ganz egal aus welcher Liga, dann geschickt verteidigt, kann in der hitzigen Atmosphäre innerhalb einer Mannschaft Hektik aufkommen. Und wir wissen doch auch, dass die Zuschauer dann zu den Kleinen halten."

Aber mit seinem KSC möchte Huber natürlich schon in den Endrunde: "In der Helmut-Körnig-Halle zu spielen, macht natürlich besonderes großen Spaß. Die Atmosphäre ist noch mal etwas ganz Besonderes."

Gegen Westhofen und Hörde

Zunächst aber müssen Hubers Kirchhörder um den routinierten Spezialisten Sascha Rammel in der Vorrunde ran. Gegner sind in Renninghausen A-Ligist VfB Westhofen und B-Ligist VfL Hörde. "Da geht es natürlich für uns als Westfalenligisten darum, in die Zwischenrunde zu kommen. Aber, wie ich schon sagte, ein Selbstläufer wird es bestimmt nicht."

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Viele Routiniers lassen es sich nicht nehmen, auch im höheren Alter noch einmal mitzumischen. Lust hätte Huber schon, aber er erklärt mit einem Lachen in der Stimme: "Ich habe zwar noch meinen Pass, hätte mich aber anmelden müssen. Jetzt ist es zu knapp."

"Alle Augen auf uns Fußballer gerichtet"

Aber über Erfolge seiner Kirchhörder freut er sich dann wie ein Aktiver. "Wir dürfen ja auch nicht vergessen, welches Renommee ein Weiterkommen für die Trainer, die Spieler, aber eben auch für den Verein bedeutet. Während der Hallentage sind alle Augen auf uns Fußballer gerichtet. Da müssen wir uns doch einfach freuen." Sagt ein jung gebliebener 64-Jähriger Routinier. Es gibt wohl kaum eine glaubwürdigere Vorfreude auf die Stadtmeisterschaft, deren Stellenwert durch seine Worte noch deutlicher wird. 

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