Rückschläge eingeplant: Hombrucher SV absolviert ungewöhnliche Vorbereitung

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Beim Hombrucher SV wird eine schwierige Landesliga-Saison erwartet. Deshalb hat man sich für die Vorbereitung etwas Besonderes einfallen lassen. Dabei werden Rückschläge bewusst in Kauf genommen.

Dortmund

, 13.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch knapp vier Wochen sind es bis zum Start der neuen Saison im Dortmunder Amateurfußball. Noch vier Wochen Vorbereitung, in denen der Landesligist Hombrucher SV einen außergewöhnlichen Weg geht und dabei selbst die eine oder andere mögliche Testspiel-Niederlage akzeptiert.

Die zurückliegende Saison schloss die Mannschaft von Trainer Alexander Enke nach dem Abbruch letztlich als Zehnter ab. Für die kommende Spielzeit rechnet Enke mit einer sehr hohen Qualität innerhalb der Landesliga und hat sich für die Vorbereitung deshalb etwas einfallen lassen.

Bislang lediglich eine herbe Niederlage

Schaut man auf den Testspiel-Plan des Hombrucher SV wird deutlich, dass bis auf Bezirksligist Rot Weiß Germania alle übrigen Gegner der Vorbereitung in der Westfalenliga beheimatet sind - also eine Etage über den Hombruchern. „Das haben wir uns allerdings ganz bewusst so ausgesucht. Und es ist auch klar, dass wir dann womöglich Rückschläge hinnehmen müssen“, betont Enke.

„Ich gehe davon aus, dass unsere Liga in der nächsten Saison sehr ausgeglichen und stark besetzt sein wird. Deshalb wollen wir gegen höherklassige Teams testen, um zu gucken, wo wir möglicherweise noch Nachholbedarf haben und welche Dinge wir verbessern müssen.“

Und was seine Mannschaft in den drei Testspielen bislang anbot, stimmt den Trainer weitestgehend optimistisch. Sowohl beim SV Hohenlimburg 1910 als auch beim FC Iserlohn ging der HSV mit einem 2:2 vom Platz. Lediglich gegen den BSV Schüren hagelte es eine deutliche 1:5-Niederlage.

„Die beiden Unentschieden waren wirklich in Ordnung und da können wir drauf aufbauen. Das Spiel gegen Schüren hat uns allerdings unsere Mängel offenbart“, erklärt der HSV-Trainer. Insbesondere in Sachen Körperlichkeit sei sein Team deutlich unterlegen gewesen. „Da wurden uns klar unsere Grenzen aufgezeigt“, so Enke. „Aber jetzt wissen wir natürlich auch, wo wir noch ansetzen müssen.“

Kader nur punktuell ergänzt

Unterdessen hat sich der Kader der Hombrucher im Vergleich zur Vorsaison nur minimal verändert. Auch das sei allerdings eine ganz bewusste Entscheidung des Vereins gewesen. Laut Enke wollte man keinen großen Umbruch innerhalb des Teams herbeiführen: „Wir wollten lieber punktuell zulegen und ich glaube, dass das gut funktioniert hat.“

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Mit Blick auf den Saisonstart appelliert der Hombruch-Trainer schon jetzt an seine Spieler. Angesichts der Tatsache, dass in der kommenden Spielzeit fünf Mannschaften den Gang in die Bezirksliga antreten werden müssen, sei man gut beraten, von Beginn an voll konzentriert zu sein.

„Es ist zwar eine alte Floskel - aber wir müssen direkt zu Beginn ordentlich punkten. Aufgrund der Leistungsdichte wird es am Tabellenende sicherlich ziemlich eng werden. Wir müssen also zusehen, uns frühzeitig da unten rauszuhalten.“

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