Vor acht Jahren stand er im Finale: RW Barops Trainer feiert Hallen-Comeback mit Traumtor

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Bei seinem letzten Einsatz in der Halle war RW Barops Trainer bis ins Finale gekommen. Diesmal wird er die Endrunde als Zuschauer erleben. Den Titelgewinn wünscht er einem Bezirksligisten.

Dortmund

, 08.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der ein oder andere Zuschauer mag sich am ersten Tag der Zwischenrunde in der Halle Renninghausen die Augen gerieben haben, als RW Barop das Feld betrat. Denn ein Spieler stach aus der Mannschaft in den roten Trikots besonders heraus - es war sein erstes Spiel in der Halle seit acht Jahren.

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Die zweite Halbzeit im Spiel gegen den FC Brünninghausen lief noch nicht lange, da konnte Barops Trainer Mounir Bazzani (45) den Anschlusstreffer zum 1:2 gegen den Favoriten bejubeln. Doch der RW-Coach freute sich nicht auf der Bank über den Treffer, sondern auf dem Feld. Das Tor hatte er nämlich selbst erzielt.

Viele Verletzte und Urlauber bei RW Barop

„Wir hatten viele Verletzte und einige Urlauber“, erklärt der Trainer seinen überraschenden Einsatz in der Halle. „Mit mir waren wir gerade so elf Mann.“ Für ihn sei es noch immer etwas ganz Besonderes in der Halle anzutreten. „Das macht schon Bock“, sagt er. „Ich hätte mir gewünscht, dass meine Jungs auch so eine Einstellung gehabt hätten.“

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Denn nicht bei allen Spielern sei die Motivation, bei dem Hallenturnier mitzumachen, groß gewesen. Dadurch sei er überhaupt erst wieder auf dem Spielfeld gelandet. Und da traf er dann gleich mit einem strammen Volleyschuss von links ins lange Eck. „Ich hab den Ball gut bekommen“, lobte der 45-Jährige den Vorlagengeber.

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Doch auch er selbst erntete nach seinem Tor viel Applaus. Brünninghausens Keeper und Kapitän Leon Broda hatte keine Chance mehr, den Ball zu halten. Die Freude über sein Traumtor währte allerdings nicht lange. „Mein Gedanke war sofort: Weiter geht´s“, sagt Bazzani. Doch die Hoffnung auf einen möglichen Punktgewinn wurde schnell wieder zerschlagen, als Barops Luka Karafezis eine Rote Karte sah.

Wie weit kommen Brünninghausen und der Hombrucher SV?

Als Grund nannte der Schiedsrichter einen versuchten Schlag ins Gesicht. In Überzahl traf dann Brünninghausens jüngster Spieler Anis El Hamassi, Nils da Costa Pereira legte wenig später zum 4:1-Endstand nach. Nachdem es auch im zweiten Spiel zu keinem Punkt reichte, war für Barop in der Zwischenrunde Schluss. Das Ausscheiden am ersten Zwischenrunden-Tag sei schade gewesen, sagt Mounir Bazzani.

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Bei seiner letzten Teilnahme bei den Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften 2011 war der 45-Jährige noch mit Arminia Marten erst im Finale am FC Brünninghausen gescheitert. Diesmal wird er sich die Endrunde jedoch nur als Zuschauer ansehen können - und eine Mannschaft besonders anfeuern.

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Als Sieger „wünsche ich mir Türkspor und nicht Bövinghausen“, sagt er. In der Mannschaft habe er „viele, viele Freunde“, darunter auch TSD-Trainer Reza Hassani. „Und aus dem Süden gönne ich es Brünninghausen, die haben eine sehr junge Mannschaft“, erklärt Bazzani. Sowohl dem FC als auch dem Hombrucher SV, gegen den Barop bereits in der Vorrunde angetreten war, traut er den Einzug ins Halbfinale zu.

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