Saison startet mit dem Derby ASC gegen BVB

Handball: Dritte Liga

Der Handball-Saisonauftakt in der dritten Liga West zwischen den Frauen des Aufsteigers ASC 09 Dortmund und dem zweiten Anzug des BVB ist an Attraktivität nicht zu überbieten. Vorverlegt um eine Woche auf heute (20 Uhr) zog das von den Planern angesetzte Dortmunder Derby die Fans nach Bekanntwerden sofort in den Bann.

DORTMUND

, 30.08.2014, 10:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks spulten die Handball-Frauen des ASC 09 Dortmund in der vergangenen Saison ihr Oberliga-Programm herunter und erfüllten sich am Ende mit großer Souveränität den Aufstiegstraum in die dritte Liga. Und dort möchte Trainer Tobias Fenske mit seiner jungen Formation nicht nur das Trikot zur Schau tragen: „Wir wollen in der neuen Umgebung schnell ankommen und Punkte sammeln, die am Ende zum Klassenerhalt reichen.“

Die Vorbereitung zur Realisierung des Ziels gestaltete sich trotz allen Engagements, bedingt durch erhebliche personelle Sorgen, eher schleppend. „Erst in den letzten 14 Tagen haben wir die Kurve gekriegt und sind für den Start gerüstet“, so Fenskes Einschätzung. Im Kern hat sich das personelle Gesicht des ASC nicht verändert. Verstärkt wurde das Aufgebot durch drei Spielerinnen. Torfrau Paula Petersen vom Verbandsligisten HSG Schwerte /Westhofen trägt durch die Ausfälle von Vanessa Sudolski und Maike Pollkläsener seit Wochen die alleinige Verantwortung und befindet sich auf einem guten Weg, zu einer festen Größe zu reifen.

  Mona Butzen vom Drittligisten TV Beyeröhde verleiht dem Spiel auf der mittleren Rückraumposition noch mehr Tempo und Spielwitz, versprüht auch selbst stets Torgefahr. Und das Eigengewächs Alica Delere, das noch in der A-Jugend spielen könnte, hat schon mehrfach ihr Potenzial aufblitzen lassen.  

Nach zwei Zitterjahren lieferte Borussia Dortmunds zweiter schwarzgelber Anzug letzte Saison eine gänzlich sorgenfreie Serie ab. Frühzeitig stand der Klassenerhalt für das Trainerduo Zuzana Povaznikova und Frank Moormann fest. Und um nichts anderes geht es für den BVB auch im vierten Jahr der Zugehörigkeit zur dritten Liga.

Für die Realisierung des Vorhabens zeichnet neben Moormann nun Dagmara Kowalska, die die scheidende Porvaznikova ablöste, verantwortlich. „Wir verstehen uns als Perspektivteam, wollen unsere Talente weiterentwickeln. Da kann es gar kein anderes Ziel geben“, macht Moormann deutlich, dass für sinnbringende Arbeit diese Liga aber schon vonnöten ist. Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich, vor allem durch den Verlust von Alicia Stolle, personell Veränderungen vollzogen. Halt geben sollen die letztjährigen Zweiligaspielerinnen Kira Lütgenau und Julia Wolf. Punktuell könnte auch Kowalska selbst noch einmal eingreifen.

Zurück im Aufgebot ist Rückraumspielerin Julia Koopmann. Yasmin Yusif wagt nach zwei Jahren einen Wiedereinstieg, dem momentan aber Knieprobleme im Weg stehen. Nach und nach soll der Jugend-Bundesliga-Nachwuchs, ebenfalls vom Duo Kowalska/Moormann gecoacht, eingebunden werden.

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