Saisonunterbrechung? Der FLVW hat jetzt seine Pläne mitgeteilt

Fußball

Spieler, Vereine und Funktionäre diskutieren aktuell über die Corona-Lage. Kann eine Saison unter diesen Umständen noch fortgeführt werden? Der FLVW hat sich nun zu einer Saisonunterbrechung geäußert.

23.10.2020, 12:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski und die Kreisvorsitzenden haben über einen Abbruch oder eine Pausierung der Saison diskutiert.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski und die Kreisvorsitzenden haben über einen Abbruch oder eine Pausierung der Saison diskutiert. © Henrik Martinschledde

Die Corona-Fallzahlen steigen in den Städten und Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Viele haben die Schwellenwerte überschritten und gelten als Corona-Risikogebiete. Trotzdem wird - bis auf den Kreis Unna - überall weiter Fußball gespielt. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat sich nun dazu geäußert, ob das so bleiben wird.

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Aktuell werde es keine flächendeckende Saisonunterbrechung im Amateur- und Jugendspielbetrieb geben, schrieb der FLVW am Freitagmittag in einer Pressemitteilung. Darauf hatten sich die Vorsitzendenden der 29 FLVW-Kreise und Vertreter des FLVW am Donnerstagabend in einer gemeinsamen Videokonferenz verständigt. Die Funktionäre würden das Infektionsgeschehen aber weiter mit Sorge betrachten. Lokale oder regionale Fußballpausen seien weiterhin möglich.

Der FLVW bleibt bei seiner Einschätzung, dass das Risiko einer Infektion auf den Fußballplätzen „äußerst gering“ sei. „Der Fußball ist nicht dafür verantwortlich, dass die Inzidenzwerte steigen. Es gibt bislang keine nachweisbaren Fälle, in denen sich Spielerinnen und Spieler untereinander auf dem Spielfeld angesteckt hätten“, betonte der für den Amateurfußball verantwortliche Vizepräsident Manfred Schnieders.

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Im westfälischen Verbandsgebiet seien von den bislang rund 25.500 angesetzten Partien im Amateur- und Jugendfußball in der aktuellen Spielzeit 436 ausgefallen, heißt es in der Mitteilung des FLVW. 98,2 Prozent der Spiele seien durchgeführt worden.

„Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, die Saison durchzuprügeln. Aber dort, wo es möglich ist, wollen wir den Spielbetrieb anbieten“, sagte Schnieders. Zudem gebe es aus der Staatskanzlei der Landesregierung Nordrhein-Westfalens aktuell keine Signale, das Fußballspielen zu untersagen.

„Es kann sein, dass sich die Lage noch verschlimmert“

Besonders die Kreisvertreter aus aktuellen Risikogebieten mahnten jedoch zur Vorsicht. Hans-Otto Matthey, Recklinghausens Kreis-Chef, sagte: „Es kann sein, dass sich die Lage noch verschlimmert. Insbesondere die Kabinensituation ist für viele Vereine ein Problem. Zudem müssen wir einen Appell an die Zuschauer richten, die sich vereinzelt noch sehr undiszipliniert verhalten.“

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Klaus-Dieter Leiendecker, Kreisvorsitzender in Bochum pflichtete dem bei: „In Bochum haben wir rund sechs Prozent Spielausfälle zu verzeichnen. Zudem dürfen sich nur noch fünf Personen gleichzeitig in der Kabine aufhalten“.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski sagte, er wisse um die große Herausforderung für Vereine, Funktionäre und Spieler. „Die Lösungen müssen aber lokal statt global gefunden werden“, wird er in der Pressemitteilung zitiert.

Walaschewski verwies auf die Situation im politischen Kreis Unna, der per Allgemeinverfügung den Kontaktsport bis zum 25. Oktober untersagt hat. Entscheidungen der örtlichen Gesundheitsbehörden werde man vollumfänglich unterstützen. „Sollte sich das Infektionsgeschehen oder die politische Verfügungslage in den kommenden Wochen ändern, ist der FLVW jederzeit in der Lage, flexibel und angemessen auf die Auswirkungen für den Spielbetrieb zu reagieren“, kündigte Walaschewski an.

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Der FLVW und die Kreisvorsitzenden rufen ihre Vereine und die Besucherinnen und Besucher der Sportanlagen deshalb noch einmal dazu auf, dass auf dem Sportgelände Mund-Nasen-Bedeckungen von allen Personen außerhalb des Spielfeldes getragen werden (Zuschauer, Auswechselspieler, Funktionäre etc.). Behördliche Vorgaben zur Nutzung von Kabinen sollten von den Mannschaften zudem streng befolgt werden, um die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen zu minimieren, heißt es in der Pressemitteilung.

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