ASC-Neuzugang Sascha Grieger-Piontek: „Dafür sind die Jungs noch zu jung“

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Der ASC 09 Dortmund hat auf seine Personalnot bei den Torhütern reagiert und Sascha Grieger-Piontek reakiviert. Im Interview spricht der Keeper über seine erste Trainings und wie der Kontakt zustande kam.

Dortmund

, 16.02.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatte Sascha Grieger-Piontek vor eineinhalb Jahren seine Karriere beendet. Vereine wie der BSV Schüren, der FC Brünninghausen und der TuS Eving Lindenhorst gehörten zu den Stationen des 41-Jährigen. Nun hat ihn eine Anfrage aus der Oberliga dazu gebracht, die Fußballschuhe wieder aus dem Keller zu holen und wieder auf dem Feld zu stehen.

Herr Grieger-Piontek, in der Rückrunde sind Sie Ersatzkeeper beim Oberligisten ASC 09 Dortmund. Wie kam der Kontakt zustande?

Samir [Habibovic, sportlicher Leiter des ASC, Anm. d. Red.] und ich laufen uns öfter über den Weg, weil wir beide in Husen wohnen. Da hat er mich irgendwann gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, zweiter Keeper beim ASC zu sein. Ich sagte dann, dass ich mir das mal anschauen könne und dann sehen wir weiter.

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Was passierte dann?

Ich ging ab Mitte Januar zum Training und wusste auch, dass Samir noch mit anderen Torhütern in Kontakt stand. Mein Interesse war da und so kamen wir zusammen.

Wie waren die ersten Trainingseinheiten?

Ich merke schon, dass vieles nicht mehr so geht wie mit Mitte 20. Aber es macht schon noch Spaß. Die Jungs haben mich auch super aufgenommen.

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Haben Sie eigentlich mit einem der Spieler vom ASC noch zusammengespielt?

Nein, dafür sind die Jungs noch zu jung. Ich hatte zwar meine Zeit beim ASC, aber die ist lange her. Das müsste so von 2008 bis 2010 gewesen sein – da war Hannes Wolf noch Trainer.

Samir Habibovic hat gesagt, er musste Sie ein bisschen überreden und einige Zugeständnisse machen, damit Sie in der Rückrunde für den ASC auflaufen. Was meinte er damit konkret?

Wegen meiner Familie und den Kindern kann ich nicht viermal die Woche trainieren. Also habe ich ihm gesagt, dass ich nur zweimal zum Training kommen kann. Das war für ihn in Ordnung. Das passt auch gut, weil Dienstag und Donnerstag immer der Torwarttrainer da ist.

In der Saison 2012/2013 lief Sascha Grieger-Piontek noch für den FC Brünninghausen in der Westfalenliga auf.

In der Saison 2012/2013 lief Sascha Grieger-Piontek noch für den FC Brünninghausen in der Westfalenliga auf. © Stephan Schütze

Sie sind jetzt eineinhalb Jahre raus aus dem Fußball. Haben Sie in der Zeit andere Sportarten betrieben?

Ich habe das Joggen für mich entdeckt. Man fühlt sich gut, wenn man eine Runde geschafft hat. Man weiß, dass man etwas getan hat. Und irgendwas sportliches muss man tun, sonst rostet man. Ich brauche die Bewegung.

Was haben Sie, in der Zeit, wo Sie nicht in einem Team gekickt haben, am Fußball vermisst?

Mir hat das Zusammensein in der Kabine gefehlt. Das ist echt ganz schön, nach dem Training mit den Jungs zu quatschen. Die sind alle super nett und es ist toll, Teil des Teams zu sein.

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Was sind Ihre Ziele mit dem ASC?

(schmunzelt) Ich habe auf jeden Fall nicht die Motivation, Stammkeeper zu werden. Ich will da sein, wenn man mich braucht und der Mannschaft in der Rückrunde so gut wie möglich helfen. Nach der Saison ist Feierabend. Das steht fest.

Werden Sie bei jedem Spiel dabei sein?

So lange Jan Held fehlt, sitze ich bei jedem Spiel auf der Bank. Wenn er wieder fit ist, ist meine Tätigkeit beendet.

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