Scharnhorst spielt wieder gegen den Abstieg - Keine großen Sprünge mit C-Liga-Spielern möglich

Fußball-Kreisliga A

Dass diese Saison keine leichte werden dürfte, hatte Alemannia Scharnhorsts Trainer Mario Niedezialkowski in einem Interview vor der Saison bereits gesagt. Aber das es so schlecht läuft...

Dortmund

, 04.10.2019, 09:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Scharnhorst spielt wieder gegen den Abstieg - Keine großen Sprünge mit C-Liga-Spielern möglich

Für Trainer Mario Niedzialkowski (Mitte) und Scharnhorst läuft es noch gar nicht rund. © Stephan Schuetze

Viel Spieler hätten den Verein verlassen. Dass das Umbruchjahr nach dem Abstieg aus der Bezirksliga in die Fußball-Kreisliga A2 so schlecht beginnt, hatten bei den Scharnhorstern nun aber auch nicht alle erwartet. Niedzialkowski erklärt in einem neuen Interview, ob er damit gerechnet hat.

Platz 14, vier Punkte aus 14 Spielen. Hatten Sie damit gerechnet, dass die neue Saison so enttäuschend startet?

Dass wir nicht gut reinkommen, war zu erwarten und lässt sich erklären. Mich ärgert aber das 3:4 gegen den Hörder SC, denn da lag es auch an der Einstellung. Hätten wir das Spiel gewonnen, stünden wir etwas besser da.

Als wir uns vor der Saison unterhielten, sprachen Sie von einem Mittelfeldplatz. Warum ist der in weite Ferne gerückt?

Danach hatten sich kurzfristig nochmal drei Spieler abgemeldet. Wir spielen derzeit mit sieben Leuten aus unserem Verein, die zuvor in der Kreisliga C aktiv waren. Logisch, dass so keine großen Sprünge möglich sind.

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Einer großer Satz aber war dabei, als Sie bei SF Brackel gewannen. Wie funktionierte das? Ein Sieg ausgerechnet bei einem ambitionierten Gegner.

Körperlich habe ich die Jungs und sie sich selbst dahingebracht, die Kraft für 90 Minuten zu haben. Die spielerischen Defizite, die mit einer solchen Mannschaft unvermeidbar sind, kamen da nicht so zum Tragen. Aber es waren auch enttäuschende Spiele dabei, wo wir in Sachen Einstellung mehr hätten machen können.

Sie werden sagen, es gibt noch viel zu tun. Wozu langt es dann, wenn die Jungs weiterhin mitziehen?

Ja, das stimmt. Wir haben viel zu tun. Bis zur Winterpause haben wir das Zeug, noch den einen oder anderen Punkt zu sammeln. Schon jetzt am Sonntag gegen Preußen Lünen erwarte ich Zählbares.

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Reicht das Personal, um länger zu bestehen?

Zunächst mal freue ich mich, dass Marian Stiefel nach seinem Kreuzbandriss zurückkehrt. Max Niggemann fehlt wegen der gleichen schweren Verletzung noch länger. Nicht nur deswegen steht fest, dass wir personell etwas tun müssen. Mit dem Vorstand ist abgestimmt, dass wir in der Winterpause neue Leute verpflichten.

Haben die Leute im Verein Verständnis für die sportliche Situation?

Ja, dafür bin ich sehr dankbar. Ich spüre die volle Rückendeckung. Die Leute wissen genau, warum wir da stehen, wo wir stehen.

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