Die „Schlange“ sorgt für das Weiterkommen eines B-Ligisten und macht seinem Namen alle Ehre

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Dass das Entscheidungsspiel gegen Osmanlispor nach aussichtsloser Lage noch sein Happy End fand, lag vor allem an „Schlange“. Der Torwart machte seinem Spitznamen alle Ehre - aus einem Grund.

Westrich

, 31.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Immer wieder unterbrechen inzwischen heisere Fans und Mitspieler des SV Westrich ihren Torwart. „Schlange, Schlange“ hallt es immer wieder leicht in die Länge gezogen in Richtung von Christian Nowak. Der hatte soeben im Alleingang das Achtmeterschießen gegen Osmanlispor Dortmund entschieden - plötzlich stand der B-Ligist in der Zwischenrunde der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften.

Der Jubel der Grün-Roten nahm nur langsam ein Ende. Schließlich dürften die meisten Westrich-Unterstützer schon mit der Zwischenrunden-Teilnahme abgeschlossen haben. Rund eine Minute lag Westrich im Entscheidungsspiel gegen Osmanlispor mit 2:4 zurück, Nowak hatte gerade in Unterzahl den vierten Gegentreffer kassiert.

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Doch nun wieder vollzählig nahm der Underdog gegen den A-Ligisten noch einmal Anlauf - und wehte in den letzten Sekunden über Osmanlispor hinweg. Mit dem 4:4-Ausgleichsteffer kam Westrich so gerade eben der finalen Sirene der Halle zuvor. Achtmeterschießen also.

Christian Nowak: „Ich hätte nicht damit gerechnet“

Schon da hallte es immer wieder „Schlange, Schlange“ aus dem Westricher Fanlager. Zwei Achtmeter entschärfte Nowak, seine Mitspieler trafen immer - Zwischenrunde. „Ich hätte nicht damit gerechnet. Man muss berechnen, dass wir in Unterzahl waren. Eine tolle Leistung von den Jungs“, sagte Nowak, nachdem ihn die SVW-Jungs erstmal ein paar Momente in Ruhe ließen.

Seinen Spitznamen, den trägt der Westricher Schlussmann bereits seit der Jugend. In der A- oder B-Jugend sei er mit Rot-Weiß Bodelschwingh mal auf einem Turnier gewesen, da zeigte er beim Elfmeter auf der Linie ebenfalls schon schlangenartige Bewegungen, um den Schützen zu verunsichern. So auch in der Halle Nette - mit Erfolg. Gleich den ersten Versuch Osmanlispor hielt Nowak.

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Ein Elfmeterkiller sei er trotzdem nie gewesen, betont Nowak. „Seit heute erst“, scherzt er. Auch vorbereitet habe er sich nicht. „Heute habe ich mal einen Glücksgriff gehabt, aber es hat ja gereicht für die Zwischenrunde“, so Nowak.

Dort ist der SV Westrich übrigens keine einmalige Erscheinung. Schon während der vergangenen Auflage der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft schaffte es der SVW bis ins zweite Turnierwochenende. Beinahe hätte es sogar zur Sensation - zur Endrundenteilnahme - gereicht. Erst im Entscheidungsspiel unterlagen die Westricher dem damaligen Landesligisten VfL Kemminghausen mit 2:4.

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Da wurden „Schlange“ und seine Teamkollegen ähnlich laut von ihren Fans gefeiert, erinnert er sich - Wiederholung nicht ausgeschlossen. Dafür muss der SV Westrich am Freitag in der Halle Wellinghofen entweder Oberligist ASC Dortmund oder den Bezirksligist VfR Sölde hinter sich lassen.

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