Schmitz will bei den Eisadlern "etwas aufbauen"

Eishockey: 1. Liga West

Um zu erraten, wo Thomas Schmitz‘ Wurzeln liegen, reicht ein Telefonat. Der 42 Jahre alte Eishockey-Trainer, der am 10. Mai seinen 43. Geburtstag feiert, verrät seine Herkunft mit jedem Wort, der rheinische Dialekt ist unübehörbar. Schmitz ist eine Kölsche Jung durch und durch. Das erfährt man im Gespräch nicht nur akustisch, auch sein Optimismus passt ins Bild der rheinischen Frohnatur.

Dortmund

, 10.05.2016, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schmitz will bei den Eisadlern "etwas aufbauen"

Thomas Schmitz will mit den Eisadlern "etwas aufbauen".

"Dortmund ist nicht nur für Fußball, sondern auch für Eishockey bekannt", sagt Schmitz, der als neuer Trainer bei den Eisadlern „"etwas aufbauen" will. Er habe nicht lange über seine Zusage nachdenken müssen, erklärt er. "Das Konzept, auf junge, hungrige Spieler zu setzen, ist ein gutes Konzept. Ich stehe voll dahinter." Es sei sinnvoll, dass der Verein "die Kostenbremse" ziehe und auf teure Spieler verzichte, findet Schmitz. "Ich bin mir bewusst, dass die kommende Saison nicht so einfach wird. Wir werden keine Siege am Fließband wie in den vergangenen Jahren einfahren. Aber wir wollen eben auch keinen Erfolg um jeden Preis."

Das Ziel für die kommende Saison sei dennoch "ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften", sagt das Kölner Urgestein, das in der Jugend bei den Kölner Haien das Eishockeyspielen erlernte und in der Junioren-Bundesliga auf dem Eis stand. Sogar eine Profikarriere wurde ihm in Aussicht gestellt, aber eine schwere Knieverletzung ließ den Traum platzen.

"Dinslaken ist abgehakt"

Als Trainer sammelte Schmitz anschließend erste Erfahrungen beim EHC Troisdorf, coachte später die 1B-Mannschaft des KEC und landete 2014 schließlich in Dinslaken bei den Kobras. Im Januar trennte sich der Verein von Schmitz, die Ergebnisse stimmten nicht mehr.

"Das ist für mich abgehakt" sagt er, macht aber keinen Hehl daraus, dass er von der Entscheidung „persönlich enttäuscht“ gewesen sei. Bei den Eisadlern soll es nun besser laufen. Heute stellt sich Schmitz bei der Mannschaft vor. Dann entscheidet sich auch, welche Spieler bleiben und welche gehen. Das Anforderungsprofil an sein Team umreißt Schmitz jedenfalls so: "Bei meinen Spielern zähle ich auf drei Dinge: Respekt, Disziplin, Charakter." 

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