Schon neun Mal in Rückstand und trotzdem der beste Dortmunder Westfalenligist

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Der FC Brünninghausen lag in 14 Spielen bereits neun Mal in Rückstand. Trotzdem ist der Oberliga-Absteiger der beste Dortmunder Westfalenligist - auch wegen eines Neuzugangs.

Dortmund

, 20.11.2019, 10:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Florian Gondrum ist ein Mann von klaren Worten. Der 29-Jährige schreitet beim FC Brünninghausen voran, spricht deutlichst an, wenn ihm etwas gefällt - oder auch nicht.

Überraschende Spielweise, mangelnde Chancenverwertung

Vergangenen Sonntag gegen den Lüner SV war es die Chancenverwertung in der Anfangsphase der Partie, die ihn hadern ließ. Eine Woche zuvor - im Derby gegen Westfalia Wickede - war es der zaghafte Beginn seines Teams, den er ansprechen musste: „Letzte Woche waren ein paar Jungs ein bisschen überrascht von der Spielweise von Wickede.“

Gegen den Lüner SV sah dies nun anders aus. „Wenn wir die Torchancen machen, dann steht’s normalerweise 2:0 und wir brauchen über so was nicht zu diskutieren“, erklärt Gondrum. Der FC Brünninghausen geriet aber in Rückstand durch einen Freistoß von Johannes Zottl. „So ein Freistoß kann immer mal reingehen, da kann ich keinem einen Vorwurf machen“, sagt der Stürmer.

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Sein Partner ist seit dieser Spielzeit in der Offensive nicht mehr Arif Et, der zur BVB U23 wechselte, sondern Yüksel Terzicik. Terzicik kam vor der Saison vom SV Horst-Emscher ans Hombruchsfeld, findet sich mittlerweile immer besser zurecht beim FCB, was sich auch am Zusammenspiel mit Gondrum bemerkbar macht. „Wir kommen sehr, sehr gut zusammen klar“, erklärt Terzicik, „am Anfang haben wir ein bisschen gebraucht, wir sind zwei andere Spielertypen.“

Während Gondrum eher auf den Ball in die Tiefe wartet, sein Tempo, seine Physis und seine Schusskraft dann ausspielt, lässt sich Terzicik eher ein Stück tiefer fallen. „Das klappt inzwischen super, da muss ich Flo für loben“, sagt Terzicik.

Positive Attribute, die das Team mitbringt

Doch auch dem Spielmacher ist aufgefallen, dass der FCB in den letzten Wochen regelmäßig in Rückstand geriet, sich dann immer wieder zurückkämpfte. Terzicik sieht darin aber eher positive Attribute, die das Team dann mitbringt: „Vielleicht ist es auch ein Zeichen, dass wir mit der Mannschaft sehr gut zusammenarbeiten. Jeder einzelne kämpft für den Anderen.“

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In den bisherigen 14 Saisonspielen, lag der FC Brünninghausen neun Mal als Erstes in Rückstand. Fünf Mal gab es dann noch Punkte für den FCB, dabei sogar vier Siege, unter anderem in den Derbys gegen den BSV Schüren (3:1) und Westfalia Wickede (3:2). Zuletzt gelang es dem Oberliga-Absteiger sogar drei Mal in Folge einen Rückstand aufzuholen. Erst gegen Hordel (1:1), dann gegen Wickede und nun gegen den Lüner SV.

Schon neun Mal in Rückstand und trotzdem der beste Dortmunder Westfalenligist

Yüksel Terzicik hat sich beim FC Brünninghausen mittlerweile gut eingelebt. © Stephan Schuetze

Es läuft beim FC Brünninghausen, der mittlerweile seit sieben Spielen nicht mehr verloren hat, dabei fünf Siege einfuhr. Yüksel Terzicik sieht es da pragmatisch, ob der FC Brünninghausen zuerst zurückliegt oder führt: „Wenn wir am Ende gewinnen, ist es uns halt egal, ob wir am Anfang das erste Tor kassieren oder das Tor machen. Hauptsache wir gehen mit der Führung nach Hause.“

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Gondrum dürfte das unterschreiben. Grundsätzlich sieht der Spielertrainer des FCB es aber nicht so, dass das Team regelmäßig einen Anstoß brauche, um ins Spiel zu finden: „Eigentlich nicht“, sagt er, „jedes Spiel ist da unterschiedlich.“

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