Schon zwölf Gegentore: ASC 09 verliert auch gegen Kaan-Marienborn

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Im Heimspiel unter der Woche hatte Oberligist ASC 09 Dortmund gegen einen cleveren Gegner keine Chance auf einen Sieg. Die Aplerbecker kassierten die Gegentreffer Nummer zehn, elf und zwölf.

Dortmund

, 24.09.2020, 22:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der ASC 09 Dortmund ist wie von ihm selbst prophezeit in einer schwierigen Oberliga-Saison angekommen. Das 0:3 (0:1) gegen den 1. FC Kaan-Marienborn offenbarte am Donnerstagabend (24.09), woran es den vielen jungen Leuten (noch) mangelt.

Gegen Topgegner wie Kaan spielen die Aplerbecker phasenweise optisch auf Augenhöhe mit, haben auch ihre Chancen. Das große Aber: Gegen die Cleverness der Siegerländer fehlten gerade den jungen ASC-Leuten die geeigneten Mittel - und sie erlaubten sich Patzer. Oder um es wie Trainer Antonios Kotziampassis auf einen kurzen Nenner zu bringen: „Junge Leute, viele Fehler!“

Nach dem 0:3 (0:1) steht aber auch fest: Wenn der ASC mal mutig agiert, verbessern sich die Perspektiven schon im Spiel. Nur: Wenn dann die Abwehrarbeit darunter leidet, bringt das gegen eiskalte Spitzenmannschaften dann auch nicht viel. Das wurde deutlich, als Aplerbeck beim Stande von 0:2 nach der Pause ohne Druck mehr riskierte. Nur fiel das entscheidende 0:3 in dieser Phase auch – das war die Krux.

Aplerbecks Mitrovic verschuldet Elfmeter für Kaan

Bevor es soweit kam, hatte Kaan schon den Anfangsschwung genutzt. Mit einem 8:1 gegen Eintracht Rheine hatten sich die Siegener Vorstädter Respekt verschafft. Ohnehin ist Kaan nicht gerade der Lieblingsgegner der Aplerbecker. Diese Vorzeichen, die unübersehbare Klasse und gute taktische Einstellung machten aus Kaan einen sehr unbequemen Gegner für Aplerbecker, die erst drei Punkte auf dem Konto hatten.

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Der ASC musste also von Beginn an hochaufmerksam sein, um den schnellen Vorstößen der Gäste zu trotzen. Das fiel der Verteidigung zunächst schwer. Justin Mitrovic sah dann gegen Lukas Duda keine andere Chance, als ihn umzureißen. Der Elfmeter durch Semih Yigit war unhaltbar für Jan Held (16.).

ASC-Offensive hängt stark von Kevin Brümmer ab

Die Gastgeber waren bemüht, Ruhe in die Partie zu bekommen. Das machte sie hinten weniger anfällig, aber auch in der Vorwärtsbewegung weniger risikofreudig. Die wenigen gefährlichen Aktionen liefen über die linke Seite, dem Revier des Kapitäns Kevin Brümmer. Von ihm hängt offensiv einfach sehr viel ab, gestern Abend zu viel. Zwar kam Brümmer nach Zusammenspiel mit der einzigen ASC-Spitze Maximilian Podehl zu einer ordentlichen Schusschance (21.), noch ein harmloser Versuch von Lars Warschewski (26.), das war es dann aber auch.

Zumindest passte die Organisation. Daher tat das 0:2 nach einem leichtfertigen Abspielfehler von Justin Mitrovic ziemlich weh (51.). Kurz nach der Pause erhielt die Hoffnung auf neues Feuer also einen Dämpfer. Denn Kohsuke Tsuda schlug daraus Kapital. Kotziampassis sah hier schon den „Genickbruch“.

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Und doch zeigte Aplerbeck eine Reaktion. Jetzt war es Lars Warschewski, der dem Gast ein paar Sorgen bereitete. Der Freistoß an die Querlatte war das Highlight (56.). Aber wer gegen Kaan mal nicht konsequent verteidigt, erhält die Strafe. Dawid Krieger hieß der Profiteur zum 3:0 (68.). Gegen einen gut organisierten Gegner gelang dann nicht viel. Fazit: Junge Leute machen viele Fehler, sie lernen bestimmt aber auch noch eine Menge. Denn Fußballspielen können sie ja.

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