Schott: "Wir bewegen uns auf dünnem Eis"

Fußball-Westfalenliga

Westfalenligist Westfalia Wickede hat die große Chance, gleich zwei Ziele in einem Spiel zu erreichen: Mit nur einem Punkt gegen den FC Brünninghausen erreichen die Schwarz-Weißen die 40-Punkt-Marke. Gewinnt die Westfalia, ist sie Dortmunds erfolgreichste Derby-Mannschaft.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 07.04.2012, 10:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Paul Polok und der FC Brünninghausen benötigen im Derby bei Westfalia Wickede unbedingt einen Punkt, um im Abstiegskampf nicht den Anschluss zu verlieren.

Paul Polok und der FC Brünninghausen benötigen im Derby bei Westfalia Wickede unbedingt einen Punkt, um im Abstiegskampf nicht den Anschluss zu verlieren.

Für den FCB hingegen wird es höchste Zeit, die Niederlagenserie zu stoppen, um nicht den Anschluss im Kampf um den Klassenerhalt zu verpassen. Unabhängig davon, dass es ein Dortmunder Duell ist, birgt die Konstellation an sich genügend Brisanz.

Auf der einen Seite die Wickeder, die bescheiden in die Saison gestartet sind und auf einem Aufstiegsplatz rangieren - da die ehrgeizig in die Saison gegangenen Brünninghauser, die zuvor ungeahnte Sorgen haben.

Wickede tut offenbar alles dafür, um am Montag wieder erfolgreich zu sein. Heißt, die Elf trainiert mal wieder uninspiriert. Dem Braten traut Trainer Marko Schott nur bedingt. "Klar, normal schaffen wir es nach schlechten Trainingsleistungen meistens, auf den Punkt zum Spiel hochzufahren. Aber wir bewegen uns da schon auf dünnem Eis."Trainingseinheit gestrichen

Eigentlich hatte Schott für Samstag noch eine Einheit eingeplant. Da seine Jungs ihm aber versicherten, am Montag bestens vorbereitet zu sein, denkt er eher an die zurückliegenden starken Leistungen und gewährt ihnen einen Vertrauensvorschuss. Und seine Mannschaft wisse sehr wohl, dass Brünninghausen individuell sehr gut besetzt sei. "Der FCB ist der angeschlagene Boxer", sagt Schott. Und die Brünninghausener wollen alles dafür investieren, dass sie nicht K.o. gehen.

Der Sportliche Leiter Michael Griehsbach erklärt auch, wie das funktionieren soll. "Unsere Mannschaft benötigt Hierarchien. Routiniers wie Sven Barton, Andreas Kluy, Denis Boutagrat und Bastian Pinske sollen den Takt vorgeben und die anderen sich daran orientieren." Auf der Bank sitzt nach seiner Schambeinverletzung Marcel Greig. "Er ist mit dem Herzen bei der Sache. Solche Leute brauchen wir jetzt", sagt Griehsbach. Danny Woidtke fehlt wegen seines Nasenbeinbruchs.Tempel fraglich

Fraglich ist, ob Dominic Tempel wegen seiner Meniskusprobleme auflaufen kann. Pascal Langer spielt wohl erst einmal für die Reserve, so dass die Dreierabwehr vom Wanne-Spiel mit Tim Harbott, Emanuel Peterson und Nico Gerl erneut zum Einsatz kommen dürfte. Heißt also, die Zuschauer sehen ein Spiel mit zwei Libero-Teams.

Griehsbach sagt, Wickede käme jetzt als Gegner nicht ungelegen: "Die Westfalia macht uns nämlich vor, was ein funktionierendes Kollektiv bewegen kann."

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