Schüren-Trainer Arthur Matlik kritisiert seine Spieler: „Die Realität hat mich eingeholt“

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Mit 2:6 ging der BSV Schüren beim SC Neheim unter. Klar, dass die Stimmung in dieser Woche nicht die beste war. Trainer Arthur Matlik glaubt an sein Team - fordert aber mehr Eigenverantwortung.

Dortmund

, 21.09.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

2:6 in Neheim, den Aufschwung nach dem 2:1-Heimsieg gegen Concordia Wiemelhausen schon wieder verloren und vor allem den Trainer stark verärgert. Arthur Matlik hatte nach der Klatsche von Neheim davon gesprochen, seinen Spieler seien „wie Zombies“ auf dem Platz gestanden, so wenig Gegenwehr hätten sie geleistet.

Stimmung ist nicht gut

Eine Woche später zweifelt der Coach zwar nicht an der Leistungsstärke seines Teams, so richtig optimistisch klingt er aber auch nicht: „Meine Stimmung ist nicht die Beste“, sagt Matlik, „es ist einfach so, dass ich generell mit der Entwicklung der Mannschaft nicht zufrieden bin.“

Das klang zu Saisonbeginn ein bisschen anders, da schien sich trotz Umbruchs schon eine Mannschaft gefunden zu haben: „Vielleicht war ich durch meinen Optimismus ein bisschen geblendet“, sagt Matlik jetzt, „die Realität hat mich eingeholt.“

1000 Spielsituationen

Es sei nicht so, dass sein Team im Training keine Reaktion auf das schwache Spiel in Neheim gegeben hätte. „Darum ging es mir aber gar nicht“, sagt Matlik und wird grundsätzlich: „Wir müssen bei vielen Dingen von kleinauf anfangen. Ich höre häufig: Dieses und jenes hätten wir im Training nicht gemacht. Aber es gibt natürlich 1000 Spielsituationen. Die kann man bei drei Einheiten in der Woche nicht alle trainieren.“

Matlik fordert von seinen Spielern mehr Eigenverantwortung: „Mir fehlt die Selbständigkeit“, sagt der Coach, „ich hoffe, dass sich das ändert.“ Denn grundsätzlich sei der Glaube an seine Mannschaft natürlich da, „sonst hätte ich keine Lust, weiterzumachen.“

Das Potenzial ist vorhanden

Und grundsätzlich könne sein Team am Sonntag auch den Tabellenfünften TuS Sinsen (15.15 Uhr, Provinzialstraße 47a oder bei uns im Livestream) schlagen: „Ja, wenn wir uns an den Plan halten. Das Potenzial haben wir auf jeden Fall.“

Die junge Sinsener Mannschaft hat erst sechs eigene Tore erzielt, aber schon zehn Punkte auf dem Konto. Die Schürener stehen mit sechs Punkte auf Rang 13 - und stellen mit 17 Gegentoren in sechs Partien die schlechteste Abwehr.

Cosgun-Brüder fehlen

Da kommt es ungelegen, dass Abwehrspieler Ahmet Cosgun mit Knieproblemen auszufallen droht. Auch dessen Bruder Eyüp Cosgun steht noch nicht zur Verfügung. Dafür kehren Benjamin Hederich und Felix Wendroth zurück.

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