Sechs SVD-Siege in Serie: Ein Neuzugang ist genau der „Spielertyp, der uns noch gefehlt hat“

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Sechs Mal hat der SVD nun in Serie gewonnen, gegen Bielefeld peilen die Derner am Wochenende den nächsten Erfolg an. Der sportliche Aufschwung hat zwei Gründe.

Dortmund

, 25.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die bislang letzte Niederlage war eine der schmerzhaftesten. Ausgerechnet im Derby gegen Barop kassierte der SVD seinerzeit eine doch recht deutliche Abfuhr. Das ist und bleibt aus Derner Sicht eine schlechte Nachricht – die mittlerweile aber auch ihr Gutes hat. Das Spiel gegen Barop fand nämlich Anfang November statt. Was danach folgte, waren sechs Spiele in der Meisterschaft und zwei im Pokal, die der SVD als Sieger beendete.

Spätestens nach dem Erfolg beim großen Ligafavoriten Hamm sind die Derner damit so etwas wie das Team der Stunde in der 2. Regionalliga. Der maue Start ist (fast) vergessen. Gegen den TSVE Bielefeld peilt der SVD am Samstag (18.30 Uhr, Halle Nord II, Burgholzstraße 120) den nächsten Erfolg an.

„Wir haben gewusst, dass wir zu Beginn der Saison Anlaufschwierigkeiten haben werden“, schaut SVD-Kapitän Fabian Günther zurück. Was eigentlich auch nicht groß verwundert. Die Derner mussten einen Komplett-Umbruch verkraften. Ein Teil der Mannschaft kam aus dem Oberligateam des SVD (wie auch Günther), ein anderer von anderen Vereinen.

Aaron Young „ist der, der unser Spiel lenkt“

Da braucht es nun mal einige Trainingszeit, um zusammen zu wachsen – und genau die hatten die Derner, die in dieser Saison in einer Ausweichhalle spielen müssen, zu Beginn nicht. Dementsprechend war auch die Leistung. „Da waren viele Sachen, die noch nicht zusammengepasst haben“, schaut Günther zurück, „einfach kleinere Fehler, die sich summiert haben.“ Erst als sich die Trainingssituation verbesserte, kam auch mehr Konstanz ins Derner Spiel. Dass auch noch mehr Struktur ins SVD-Spiel kam, war indes Verdienst des US-Amerikaners Aaron Young. „Er ist der, der unser Spiel lenkt“, lobt Günther den Neuzugang, „ein Spielertyp, der uns noch gefehlt hat.“
Sechs SVD-Siege in Serie: Ein Neuzugang ist genau der „Spielertyp, der uns noch gefehlt hat“

Aaron Young ist der Denker und Lenker im Spiel des SVD. © Schaper


Doch nicht nur sportlich überzeugt Young, auch menschlich ist er voll eingeschlagen. „Er geht auf jeden Spieler zu, er hat eine sehr offene, angenehme Art“, so Günther. Vermutlich kann das der SVD-Kapitän am besten beurteilen, er wohnt mit Young in einer WG.

So schön die derzeitige Erfolgsserie des SVD auch ist, sie wird vermutlich nicht mehr dazu führen, dass die Derner noch in den Aufstiegskampf eingreifen können, dazu ist Spitzenreiter Hamm schon zu weit enteilt. „Unser Ziel sollte es sein, unter die Top 3 zu kommen“, wünscht sich der derzeit verletzte Günther.

TVE Barop - Iserlohn Kangaroos (Samstg, 19.15 Uhr, Halle Wischlingen, Hallerey 49 - 51)

Vier Team stehen mit einer 4:8-Bilanz im Tabellenkeller der 2. Regionalliga – zwei von ihnen sind Barop und Iserlohn. Schon unter diesem Gesichtspunkt ist das erste Rückrunden-Heimspiel des TVE Barop ein nicht ganz unwichtiges. „Das sieht derzeit nicht so rosig aus“, beurteilt TVE-Trainer Johannes Grote das Klassement, „aber wir lassen uns davon nicht verrückt machen.“
Hoffnung macht ihm, dass ein Team in eigener Halle bislang die deutlich besseren Leistungen zeigte, Iserlohn auswärts eher schwächer ist. Außerdem: „Gegen Iserlohn haben wir noch etwas gutzumachen, im Hinspiel haben wir uns deutlich unter Wert verkauft.“ Drei Viertel lang fand Barop, das am Samstag wohl wieder auf Ronay Tymm und Max Winter zurückgreifen kann, seinerzeit kein Mittel gegen Iserlohns Distanzwürfe, „die haben uns von der Dreierlinie abgeschossen“, erinnert er sich. Als sich sein Team endlich darauf eingestellt hatte, war der Rückstand schon zu hoch.

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