Sechs Tore, zwei Platzverweise, keine Punkte: ASC verliert in Rhynern

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Trotz 45-minütiger Überzahl muss sich der ASC 09 Dortmund dem Spitzenteam von Westfalia Rhynern geschlagen geben und wartet damit auswärts weiter auf einen Punktgewinn.

von Christian Bentrup

Dortmund

, 20.09.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberligist ASC 09 Dortmund konnte nach der 2:4 (2:2)-Niederlage bei Westfalia Rhynern am Sonntag nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.

In einem abwechslungsreichen Spiel zeigte der ASC aber zunächst nach einem frühen 0:2-Rückstand Moral und glich noch vor der Pause durch seine in der ersten Hälfte kaum zu bändigenden Stürmer Maximilian Podehl (32.) per Kopf und Lars Warschewski (36.) mit einem satten Torschuss aus kurzer Distanz aus. Zuvor hatte Rhynerns Hakan Sezer nach einem groben Patzer des ASC-Youngsters Justin Mitrovic das 1:0 für die Gastgeber selbst erzielt (5.) und das 2:0 mit einem unwiderstehlichen Dribbling gegen mehrere ASC-Akteure vorbereitet. Westfalia-Angreifer Lennard Kleine nutzte das anschließende Zuspiel Sezers, um mit einem Flachschuss aus 16 Metern ins untere linke Eck des ASC-Tores das zweite Tor zu machen (22.).

Als sich Maxi Podehl in der 45. Minute sehr robust gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, der Pfiff von Schiedsrichter Inan Bulut aus Herne aber ausblieb, verloren Rhynerns Torwart Alexander Hahnemann und sein Innenverteidiger Tim Neumann die Nerven, obwohl Podehl den Ball gar nicht im Tor unterbringen konnte. Beide erhielten die Gelbe Karte wegen Meckerns. Hahnemann konnte sich dennoch nicht beruhigen, schimpfte weiter und erhielt von Schiedsrichter Bulut 10 Sekunden später die Gelb-Rote Karte (45.) unter die Nase gehalten. Rhynern musste einen neuen Torwart bringen und fortan in Unterzahl agieren.

ASC-Torhüter Jan Held muss beim dritten Versuch hinter sich greifen

Unmittelbar nach der Pause wurde ein Schuss von Maxi Podehl im letzten Augenblick per Kopf auf der Torlinie von Westfalias Innenverteidiger Neumann geklärt (47.). Wer nun glaubte, dass die Aplerbecker das Spiel zu ihren Gunsten drehen würden, sah sich getäuscht. Nach einem unnötigen Freistoß von Rechtsaußen konnte ASC-Torwart Jan Held zweimal glänzend parieren, aber im dritten Anlauf bugsierte Rhynerns Kapitän Michael Wiese den Ball zum 3:2 über die Linie (51.). Die Gäste bemühten sich zwar um den erneuten Ausgleich, fanden aber keine Mittel gegen die nun dicht stehenden Verteidigungsketten der Rhyneraner.

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Als der beste Spieler auf dem Platz, Hakan Sezer, in der 81. Minute einen Freistoß vom linken Strafraumeck zum 4:2 über die Mauer in den Winkel des ASC-Tores schoss, war die Partie gelaufen. In der Nachspielzeit sah ASC-Linksverteidiger Florian Rausch wegen groben Foulspiels die rote Karte.

ASC-Trainer Antonius Kotziampassis monierte nach der Partie: „Wir haben naive Fehler gemacht und zu viele Chancen vergeben. Die waren abgezockter als wir, das war der Unterschied. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt. Neun Gegentore in drei Spielen sind viel zu viel.“

ASC: Held – Stuhldreier, Friedrich, Mitrovic, Rausch – Brümmer (71. Isensee), Münzel (78. Weiß), Kallenbach (90.+4 Rosenkranz), Schaffer (88. Horstmann) – Warschewski, Podehl

Tore: 1:0 Sezer (5.), 2:0 L. Kleine (22.), 2:1 Podehl (32.), 2:2 Warschewski (36.), 3:2 Wiese (51.), 4:2 Sezer (81.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot für Torwart Hahnemann (Rhynern/45.) wegen Meckerns, Rot für Florian Rausch (ASC/90.+3) wegen groben Foulspiels

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