Sekic nennt exakte Rücktrittsgründe und äußerst sich zu ASC-Vergangenheit

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Nur knapp drei Monate war der einstige ASC-Coach Daniel Sekic beim Oberligisten FSV Duisburg im Amt. Sein Rücktritt war für den 44-Jährigen allerdings alternativlos. Das hatte mehrere Ursachen.

Dortmund

, 27.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den ASC 09 Dortmund führte er einst beinahe zum Regionalliga-Aufstieg. Nach einem verpatzten Saisonstart nahm Daniel Sekic im vergangenen Herbst dann aber freiwillig seinen Hut. So auch jetzt bei seinem neuen Verein, dem Oberligisten FSV Duisburg. Dabei stand der Start der neuen Spielzeit gerade erst unmittelbar bevor.

Lediglich bei sieben Testspielen hatte der 44-jährige Sekic beim FSV Duisburg als Cheftrainer das Zepter in der Hand. Zwei Wochen vor dem Saisonstart erklärte der A-Lizenz-Inhaber freiwillig seinen Rücktritt. Insbesondere die schwierige Entwicklung rund um die Corona-Krise habe diesen Schritt unausweichlich werden lassen, so Sekic.

Corona-Krise als Hindernis

„Die Mannschaft und ich sind mit sehr großen Ambitionen in dieses Projekt gestartet. Wir wollten im besten Fall schon in der kommenden Saison um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielen. Die Corona-Krise hat allerdings dazu geführt, dass sich die Voraussetzungen im Verein deutlich verändert haben“, unterstreicht der einstige ASC-Coach.

Daniel Sekic führte den ASC 09 Dortmund einst beinahe zum Regionalliga-Aufstieg.

Daniel Sekic führte den ASC 09 Dortmund einst beinahe zum Regionalliga-Aufstieg. © Nils Foltynowicz

Vor allem die finanziellen Begebenheiten hätten unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten, was sich letztlich auch im Kader der Duisburger widergespiegelt habe. „Es standen letztlich nicht die Gelder zur Verfügung, die zur Umsetzung solcher Ziele notwendig gewesen wären“, betont Sekic.

Ein weiterer Faktor: die Umstrukturierung der Liga. „Grundsätzlich ist der aktuelle Kader zwar zu einem Großteil mit guten Spielern besetzt.“ Allerdings reiche dies nur aus, wenn die Liga bei einer Größe von 16 oder 18 Mannschaften geblieben wäre.

„Es sind jetzt 23 Mannschaften in der Oberliga Niederrhein. Das bedeutet, dass mindestens 44 Pflichtspiele anstehen. Dafür reicht die breite des Kaders einfach nicht“, unterstreicht der einstige ASC-Coach.

Junge Spieler brauchen Zeit

Dies hänge damit zusammen, dass man vor allem auch viele junge Spieler im Team habe, die bislang noch keine Erfahrung auf diesem Niveau sammeln konnten. „Insgesamt standen mir 21 Feldspieler zur Verfügung“, erklärt Sekic, „aber ich kenne das noch aus meiner Zeit beim ASC, dass insbesondere die jungen Spieler einige Zeit brauchen, um sich an die Spielweise zu gewöhnen.“

Diese erforderliche Zeit sei in der anstehenden Oberliga-Saison allerdings nicht gegeben. Deshalb habe er schlussendlich am Sinn des Unterfangens gezweifelt. Zudem hätten auch private Gründe eine Rolle gespielt. „Ich bin selbständig und daher auch beruflich sehr eingespannt. So hätte das dann nicht funktioniert“, sagt Sekic.

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Zwar sei es für den Verein keine schöne Situation, so kurz vor dem Saisonbeginn einen neuen Trainer suchen zu müssen, laut Sekic sind die Gespräche mit den Verantwortlichen dennoch sehr fair abgelaufen. „Man konnte meine Argumente verstehen und deshalb gehen wir sicherlich im Guten auseinander.“

Enger Kontakt zum ASC 09 Dortmund

Für seine persönliche Zukunft hat der 44-Jährige indes genaue Pläne. Schon vor seiner Zeit beim ASC 09 Dortmund habe er bei der U19 von Borussia Dortmund hospitiert. „Sollte sich in Richtung Traineramt jetzt nicht noch etwas ergeben, könnte ich mir gut vorstellen, nochmal eine Hospitation anzufangen.“

Einer der davon auf jeden Fall frühzeitig erfahren würde, ist der Sportliche Leiter des ASC, Samir Habibovic. Auch nach seinem Rücktritt in Aplerbeck pflegen er und Sekic regelmäßigen Kontakt. „Ich verfolge natürlich immer noch mit viel Interesse, was beim ASC so vor sich geht. Auch zu manchen Spielern habe ich gelegentlich noch Kontakt, aber Samir und ich sprechen wirklich noch sehr häufig miteinander“, erklärt Daniel Sekic.

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