Der ASC 09 Dortmund hat in der Fußball-Oberliga sieben mal in Serie gewonnen und liegt sieben Punkte hinter dem Aufstiegsplatz. Deshalb hier sieben Gründe für den Aufstieg.

Dortmund

, 11.05.2019 / Lesedauer: 4 min

Vier Spieltage sind in der Fußball-Oberliga noch zu absolvieren. Durch den 1:0-Erfolg am Mittwoch im Topspiel gegen den TuS Halten liegt der ASC 09 Dortmund jetzt nur noch sieben Zähler hinter dem Tabellenzweiten Haltern. Platz zwei berechtigt zum Aufstieg in die Regionalliga. Es wird schwer, den Konkurrenten noch einzuholen. Wir finden vor dem Duell gegen Eintracht Rheine (Sonntag, 15 Uhr, Waldstadion) trotzdem sieben Gründe, warum der ASC noch allerbeste Chancen auf Rang zwei hat.

1. Die Superserie

Der ASC hat sieben Partien hintereinander gewonnen – und ein Ende ist nicht in Sicht. Noch nie hat der Klub in der Oberliga so viele Partien in Serie für sich entschieden, auch nicht in der vergangenen Saison, als das Team schon Dritter wurde. „So eine Serie ist mir bisher als Trainer nur in der Kreisliga gelungen“, sagt Trainer Daniel Sekic.

2. Das Restprogramm

Der ASC absolviert drei seiner vier Spiele im heimischen Waldstadion. „Hier haben wir die Chance, die Konkurrenten mit Siegen unter Druck zu setzen“, sagt der Sportliche Leiter Samir Habibovic. Sekic stellt klar, dass nur vier Siege die Chance eröffnen, Haltern noch einmal zu attackieren.

3. Der Vier-Tage-Schock

Der TuS Haltern hat jetzt zwei starke Gegner vor der Brust. Am Sonntag gastiert der TuS Haltern beim FC Gütersloh. Das Team hat sich mit einer überragenden Rückrunde (nur drei Zähler weniger als der TuS Haltern) aus dem Tabellenkeller verabschiedet. Am Mittwoch trifft Haltern dann auf den Meister und Aufsteiger FC Schalke 04 II, der unter normalen Umständen nicht zu schlagen ist. Der ASC spielt parallel gegen Eintracht Rheine und den TuS Erndtbrück. Das sind zwei Teams, die aktuell gegen den Abstieg spielen und sich in einem dunklen Tief befinden. Patzt der TuS Haltern zweimal, ist der ASC mit zwei Siegen wieder ganz nah dran. „Ganz klar, wenn sich noch einmal für uns die Tür öffnet, dann nach den nächsten beiden Spielen“, sagt Sekic.

4. Die Endspurt-Erfahrung

Der ASC 09 hat es in der vergangenen Spielzeit selbst erlebt, wie es ist, am Ende alles zu verlieren. Erst am letzten Spieltag fiel das Team von einem Aufstiegsplatz. Aus dieser Zeit haben die Jungs sehr viel gelernt.

5. Die Fitness

Die Trainingsmethoden des neuen Trainers Daniel Sekic greifen immer mehr. Nicht nur die taktische Ausrichtung sorgt für einen attraktiveren Fußball, auch drehen die Spieler zum Ende der Spielzeit noch einmal läuferisch groß auf. Sekic misst bei jedem Training die Werte der Spieler. Da ist es nicht mehr möglich, sich kurz mal an der Seitenbande zu unterhalten, oder schon zehn Meter vor der Grundlinie umzudrehen, um ein paar Meter zu sparen. Das Messgerät spuckt die Leistungsdaten nach jedem Training aus, und es ist nicht immer angenehm, Sekic zu erklären, warum man ins Training einige Pausen eingestreut hat. „Die letzten Wochen haben wirklich gezeigt, dass wir gegen Gegner, mit denen wir auf Augenhöhe agieren, läuferisch noch einmal zulegen konnten“, weiß der Trainer.

6. Die Lösungen

Die ASC-Spieler haben nach dem verpassten Aufstieg lange gelitten, haben zwar eine gute Hinrunde aber keine sehr gute gespielt. Ganz anders die Rückrunde. Hier hat nur der Meister FC Schalke 04 II (30) mehr Punkte geholt als der ASC (27). Das Team findet jetzt immer mehr Lösungen. Rückstände werfen die Truppe nicht um, gegen die Kilometer-Fresser des Holzwickeder SC liefen die ASC-Spieler nicht einen Meter weniger als der Konkurrent, und gegen die Standard-Könige aus Haltern gewann der ASC nach einem Freistoß die Top-Begegnung.

7. Das große Endspiel

Die Aplebecker wollen unbedingt ihr Finale am letzten Spieltag. „Was gibt es größeres, als am letzten Spieltag gegen den Meister FC Schalke 04 II noch die Chance zu haben, den Aufstieg in die Regionalliga zu realisieren“, sagt Habibovic. Er möchte sich noch gar nicht ausmalen, was im Waldstadion los wäre, wenn es das Endspiel gäbe. Und dass der ASC das Überteam aus Gelsenkirchen schlagen kann, hat es in der Hinrunde gezeigt, als der ASC das direkte Duell deutlich mit 3:0 gewann. Sekic denkt aber noch nicht so weit: „Für mich zählt nur die nächste Partie am Sonntag gegen Eintracht Rheine, nicht der letzt Spieltag.“ Dann hält der Trainer ein paar Sekunden inne und sagt: „Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr kann ich mich mit dem Gedanken eines Endspiel am letzten Spieltag anfreunden. Ein guter Gedanke.“

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