Siegen patzt - OSC hat Aufstieg in eigener Hand

Handball: Verbandsliga 2

Die Nachricht am frühen Sonntagabend verbreitete sich im Mannschaftskreis und bei den Verantwortlichen des Verbandsligisten OSC Dortmund wie ein Lauffeuer. Im Fernduell um die Meisterschaft hatte der Rivale RSVE Siegen bei der HSG Vest Recklinghausen gepatzt.

DORTMUND

, 13.04.2016, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jürgen Lepine und der OSC Dortmund haben schon am Samstag die theoretische Chance auf den Oberliga-Aufstieg.

Jürgen Lepine und der OSC Dortmund haben schon am Samstag die theoretische Chance auf den Oberliga-Aufstieg.

Das Tor zum Oberliga-Aufstieg steht für den Traditionsklub aus dem Dortmunder Süden sperrangelweit offen. Vier Sekunden trennten die Siegerländer in Recklinghausen von der erfolgreichen Verteidigung der Tabellenführung. Dann trafen die stark abstiegsgefährdeten Gastgeber zum 28:28-Endstand – keinesfalls unverdient, denn über weite Strecken der Partie hatte die HSG Vest geführt, dem Favoriten auf Augenhöhe alles abverlangt. Der stürzte letztlich ins Tal der Tränen, musste durch das Remis den nun punktgleichen OSC an sich vorbei an die Spitze ziehen lassen.

Direkter Vergleich spielt OSC in die Karten

Ausschlaggebend für diesen Fall ist nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich. Und den haben die Schützlinge von Trainer Thorsten Stoschek für sich entschieden. Die erste Partie in der Hinrunde gewannen die Dortmunder in Siegen mit 27:25. Das Rückspiel endete 24:24.

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Bereits am Freitag hatten die Rotweißen erfolgreich vorgelegt und so den Rivalen unvermindert unter Druck gehalten. Ohne ein handballerisches Feuerwerk abzubrennen, wurde Westfalia Herne, im Kampf um den Klassenerhalt um jeden Zähler verlegen, mit 36:20 souverän und abgeklärt aus der Halle Hacheney geschossen.

Acht Spiele in Serie unbezwungen

Der OSC bleibt damit bei 15:1 Punkten im achten Spiel in Serie unbezwungen und hat zwei Spieltage vor Schluss alles selbst in der Hand. „Wir sind uns der großen Chance bewusst und wollen sie jetzt auch nutzen“, spricht Routinier Jürgen Lepine, der gegen Herne wegen Wadenproblemen vorsichtshalber geschont wurde, stellvertretend für das gesamte Team.

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Coach Stoschek gibt sich da noch etwas zurückhaltender: „Natürlich war die Freude groß. Der Sprung an die Spitze ist der Lohn für unser starkes Auftreten in den letzten Wochen. Noch sind wir aber nicht am Ziel.“ Samstag um 19.30 Uhr steht die letzte nicht ganz einfache Auswärtsaufgabe beim Tabellensiebten TuS Hattingen an.

Zwei Siege bis zur Glückseligkeit

Zum Ausklang erwartet der OSC dann am darauffolgenden Freitag um 20.30 Uhr den Achten HSV Plettenberg-Werdohl. Zwei Siege, und der Traum wird Wirklichkeit. Der Rivale aus Siegen muss Samstag um 17 Uhr beim Tabellendritten ASV Senden antreten und empfängt am letzten Spieltag die aktuell noch nicht gesicherte Teutonia aus Riemke.

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Sollte der RSVE, nicht ausgeschlossen, in Senden verlieren und würde der OSC die Hürde in Hattingen mit zwei Punkten nehmen, wäre der Aufstieg schon vorzeitig perfekt. Personell erwartet Stoschek für das große Finale Bestbesetzung. Einzig Markus Goracy macht etwas Sorgen. Der Linksaußen hatte sich beim 32:20 in Hohenlimburg eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen, seine Einsatzzeiten gegen Herne hielten sich folglich in Grenzen.

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