Signal Iduna Cup wirft seinen Schatten voraus

Reiten

Am 2. März beginnt der Signal Iduna Cup mit dem Pre-Opening in der Dortmunder Westfalenhalle. Von Freitag bis Sonntag dann werden einige der weltbesten Springreiter, Dressurreiter und Voltigierer ihr Können zeigen. Wir haben alle wichtigen Informationen kompakt zusammengeschrieben.

DORTMUND

, 24.02.2017, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Signal Iduna Cup wirft seinen Schatten voraus

Ist Ludger Beerbaum der Favorit auf den Sieg beim Großen Preis in Dortmund? Laut Vorjahressieger Jan Wernke schon.

Was erwartet die Zuschauer beim Weltcup-Finale der Voltigierer?

Erst seit 2011 gibt es überhaupt ein Weltcup-Finale der Voltigierer.  Zum zweiten Mal hintereinander wird es in diesem Jahr in Dortmund stattfinden. Dafür hatten sich die Voltigierer höchst selbst eingesetzt. Einen Favoriten gäbe es nicht, verrät Kai Vorberg, Disziplintrainer der Voltigierer: „Unsere Deutschen haben in diesem Jahr alle etwas gewonnen oder sind Erste der Weltrangliste, so wie Jannis Drewell. Die Leistungsdichte ist sehr hoch.“ Unter normalen Umständen kämpfen die drei Deutschen, Drewell, Jannik Heiland und Vorjahressieger Daniel Kaiser, um den diesjährigen Triumph.

„Die besten sechs machen es untereinander aus, da kann jeder gewinnen“, gibt sich Drewell kleinlaut. Bei den Damen ist die Weltranglistenerste und Vize-Weltmeisterin Kristina Boe Favoritin. Janika Derks, ebenfalls Deutsche und Weltranglistenzweite, ist die ärgste Konkurrentin.

Disziplintrainer Kai Vorberg ist stolz, dass fast die Hälfte der Voltigierer beim Weltcup-Finale – insgesamt 7 von 16, das Pas de Deux dazu gerechnet – aus Deutschland kommen. „Es war ein langer Weg, viele Turniere bis hierhin“, erklärt Vorberg, „weshalb das große deutsche Feld ein tolles Zeichen ist“.

Was haben die Springreiter in diesem Jahr zu bieten?

Für Oliver Schulze-Brüning ist Dortmund „die Nr. 1 des Springreitens in Westfalen“. Und der Vorsitzende des Reitverbandes Münster, der den K+K-Cup organisiert, kennt sich aus. „Die Aufwertung auf Vier-Sterne-Niveau tut der Veranstaltung gut“, führt Schulze-Brüning fort.

Er hat recht: Einige Olympia-Teilnehmer haben zugesagt, sogar die Franzosen, die sonst nicht in Deutschland an den Start gehen. Es ist eine Mischung aus Jung und Alt, da die Veranstalter um Dr. Kaspar Funke versuchen, viele junge Reiter reinzubekommen. „Die Alten haben daran zu knacken“, sagt Funke mit einem Grinsen.

Jan Wernke, der Vorjahressieger des Großen Preises der Bundesrepublik, der auch in diesem Jahr wieder am Sonntag stattfindet, freut sich schon: „Das Teilnehmerfeld hat sich im Vergleich zum letzten Mal noch mehr verbessert. Gerade durch Ludger Beerbaum, Marcus Ehning und Marco Kutscher“, erklärt Wernke und nennt eine Prognose und seinen Favoriten: „Ich denke, ich könnte 25 Reiter nennen, die in den letzten vier bis sechs Wochen Turniere auf Drei- bis Fünf-Sterne-Niveau gewonnen haben. Zudem haben wir in Deutschland sehr gute Nachwuchstalente. Es werden mindestens zehn Sieg-Springer sein, für mich ist aber Ludger Beerbaum favorisiert, weil er es immer schafft, auf den Punkt da zu sein.“

Jetzt lesen

Wer wird in der Dressur an der Start gehen?

Da Olympiasiegerin Isabell Werth zeitgleich in Doha reitet, wird sie nicht dabei sein. Ebenso wenig Dorothee Schneider, wie Dr. Kaspar Funke am Mittwoch mitteilte. Fabienne Lütkemeier und Anabel Balkenohl sind die heißesten deutschen Eisen im Feuer.  

Gibt es noch weitere Informationen?

Veranstalter Dr. Kaspar Funke erwartet wieder 35 000 Zuschauer, wie im letzten Jahr – mindestens. „Warum sollten wir das nicht noch toppen können? Wir brauchen Aufmerksamkeit bis zum letzten Tag“, so Funke.

Am Samstag wird zeitgleich mit dem zweiten Tag des Signal Iduna Cups Borussia Dortmund nebenan im ehemaligen Westfalenstadion seine Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen austragen. Darauf haben sich die Veranstalter eingestellt. „Den Leuten zu sagen ‚Kommt früher‘ und dann nichts bieten – das geht nicht“, sagt Dr. Kaspar Funke. Deshalb finden ab mittags die Voltigier-Weltcups der Frauen und Pas de Deux statt sowie die Quali für die Masters League der Springreiter.

Lesen Sie jetzt